Asyl: 90 % der Christen werden abgelehnt

Das Wächterrufgebet ist eine Bewegung, die mit Informationsbriefen zum Gebet für Politik und Gesellschaft aufruft. Im Gebetsbrief vom März 2018 wird deutlich über die veränderte Lage bei der Asylpraxis informiert. Wir hatten vor kurzem in Bezug auf die Spenden darauf hingewiesen. Hier lesen wir, dass es keine Einzelfälle sind.

„Seit Ende 2016 beten wir für christliche Konvertiten in Deutschland, deren Asylanträge schon damals in großer Zahl durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt wurden. In der Folge gab es Gespräche mit dem damaligen Leiter des BAMF und dessen Nachfolgerin Jutta Cordt und es wurden Dutzende Ablehnungsbescheide zur Überprüfung eingereicht. Die Bescheide wurden von der Beschwerdestelle des BAMF trotz eingestandener Fehler in aller Regel nicht revidiert. Mittlerweile erhalten etwa 90% der christlichen Antragsteller aus dem Iran und Afghanistan Ablehnungsund Abschiebebescheide.
Das BAMF entscheidet damit verfassungswidrig, gegen die Genfer Flüchtlingskonvention und liefert christliche Konvertiten Tod und Verfolgung in ihren islamischen Herkunftsländern aus. In den Textbausteinen der Begründungen wird regelmäßig die Ernsthaftigkeit des Glaubensübertritts in Zweifel gezogen.
Es wird die Sogwirkung einzelner Kirchen und muttersprachlicher Taufkurse herausgestellt und „dass die „Einlassungen des Antragstellers bzgl. des Christentums floskelhaft sind“. Pfarramtliche Bescheinigungen werden ignoriert, den zuständigen Pfarrern Falschaussagen und Beihilfe zum Asylbetrug unterstellt.
Etwa zwei Drittel der Ablehnungsbescheide landen vor den Verwaltungsgerichten, wo fast die Hälfte der Klagen gegen Asylbescheide Erfolg hat. Allerdings geht das BAMF regelmäßig in Berufung und gewinnt häufig in zweiter Instanz.
Gebet:

  • Dass wir als Leib Christi aus der Lähmung aufstehen und unsere verfolgten Geschwister und deren Seelsorger aktiv unterstützen (Gal 6,9f)
  • Für umfassenden Schutz der Konvertiten in Deutschland (Eph 6,1)
  • Für den neuen Innenminister: dass Asyl nach Recht und Gesetz angewiesen und durchgesetzt wird (Micha 7,8-10)“

Eine der Quellen dafür ist diese ausführliche Stellungnahme der SELK „Wo bleibt der Aufschrei des Entsetzens in diesem Land?“ vom 30. Januar 2018.

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