Wir in Chemnitz nach dem Mord an Daniel H.

Dass zwei Asylbewerber aus Syrien und dem Irak festgenommen wurden unter dem Verdacht, am 26.9.18 den Chemnitzer Daniel H. erstochen zu haben, was zum Aufruf rechter Gruppen führte, gegen Flüchtlinge allgemein zu demonstrieren, hat in der Brücke Trauer und Angst ausgelöst. Sana aus Syrien (links) war besonders erschüttert. Wir haben im Rahmen des Gebets vor der Pause am Tag danach dafür gebet, parallel zum Friedensgebet in der Jakobikirche.

Am nächsten Tag war der Bürgerpolizist Frank Strachotta zu seiner monatlichen Sprechstunde da. Er hat die Flüchtlinge davor gewarnt, alleine abends unterwegs zu sein.

Wir beten gemeinsam um Schutz, Weisheit und Mut. Wir klären die Flüchtlinge auf über die Hintergründe und ermutigen, auf dem Weg weiterzumachen, mit Deutschen Kontakt zu knüpfen.

Wir beteiligen uns am Gebet für die Stadt, das vom Missionsring aus organisiert wird. Und wir wirken mit an der Kundgebung am 2. September, 16 Uhr, auf dem Neumarkt. Wir werden dazu aufrufen, gerade jetzt Flüchtlingenzu helfen, Deutsch zu lernen, gerade jetzt an der Seite derer zu stehen, die sich hier gut einbringen wollen.

Hier die Presseinformation für die Kundgebung „Wir in Chemnitz – aufeinander hören, miteinander handeln“.
Unterstützer:
Chemnitz, Stadt der Moderne
Römisch-katholische Pfarrei Heilige Mutter Theresa Chemnitz
Städtische Theater Chemnitz
Industrie- und Handelskammer Chemnitz
Handwerkskammer Chemnitz
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens
Bürgerverein für Chemnitz
Die Evangelische Allianz
Chemnitzer Fußballclub
Deutscher Gewerkschaftsbund Region Südwestsachsen
Chemnitzer Friedenstag
Der Paritätische Sachsen
Jüdische Gemeinde Chemnitz
Kunstsammlungen Chemnitz
Caritas
Evangelische Jugend Chemnitz
Freie evangelische Gemeinde Chemnitz
Sächsischer Flüchtlingsrat
Brückenbauer Chemnitz e.V.
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Chemnitz
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Chemnitz und Umgebung e.V.
Diakonie Stadtmission Chemnitz
Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.

Mit dieser Kundgebung soll ein Zeichen aus Chemnitz gesandt werden:
– für Gewaltlosigkeit
– für Respekt
– für Problembewusstsein
– für Dialog
– für Demokratie
– für Recht
– für Barmherzigkeit
Erwartet werden u.a. der Generalintendant der städtischen Theater, Dr. Christoph Dittrich; der Landbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Dr. Carsten Rentzing; Vertreter der Römisch-katholischen Kirche Chemnitz, Propst Clemens Rehor; sowie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Es musizieren:
Tuya-Klangwerk
Ein Instrumentalquartett der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz
Geoffrey Goldberg (Klavier)
Kammerchor e.V. (angefragt)
Andreas Hermsdorf, Liedermacher
Chemnitzer Posaunenchöre

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