Was ist jetzt zu tun?

Das ist die Frage nach dem Tag, an dem zigtausende zu einem Protestkonzert gegen Ausländerfeindlichkeit in der Stadt waren: Was ist jetzt zun tun?

Zaher, Katharina und Massumeh bei der Kundgebung

Wir haben dazu schon am Sonntag bei der Kundgebung der Kirchen gesagt:

  1. Helft mit bei der Orientierung in Deutschland, zum Beispiel beim Deutschüben in der Brücke.
  2. Geht extra freundlich auf Menschen zu, die „ausländisch aussehen“. Damit helft ihr ihnen und euch selbst, wenn ihr an einem Klima der Liebe mitwirkt.
  3. Ändert Gesetze an der richtigen Stelle. 99 % zu 1 % oder egal wie man es zählt, die allermeisten Menschen, die aus anderen Ländern geflüchtet sind, sind keine Straftäter. „Dass alle in einen Topf geworfen werden, macht uns traurig.“So hat es Zaher aus Afghanistan am Sonntag vor den 1000 Leuten auf dem Markt formuliert.
    Die Regierung redet aber immer nur davon, dass allgemein mehr Leute abgeschoben werden müssen. So, als deute der Status „geduldet“ per se darauf hin, dass die Person etwas falsch gemacht hat. Das war auch in diesem Interview zu lesen. Nein, das betrifft genauso Christen, die eine Ablehnung kriegen.
    Ja, das Asylrecht und unser Rechtsstaat sind kompliziert. Deshalb werden Flüchtlinge, die eine Gewalttat begangen haben, nicht automatisch abgeschoben. Aber warum nicht, fragen Flüchtlinge selbst. Wenn das Gesetz das nicht hergibt, dann kann es geändert werden. Beim Recht auf Familiennachzug wurde das – leider – doch auch gemacht. Wenn es an dieser entscheidenden Stelle nicht geändert wird und statt dessen allgemein mehr abgeschoben wird, schadet man der Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen und entmutigt alle, die sich anstrengen, sich hier zu integrieren.

Wichtig: Es geht nicht nur um uns, überall lohnt es sich, Flüchtlingen zu helfen und die zu unterstützen, die sich für sie stark machen.

 

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