Danke, Sonja, und auf Wiedersehen!

Am Freitag vor einer Woche ist eine Radfahrerin in Chemnitz so schwer angefahren worden, dass sie starb. Das war Sonja Hoffmann, Mitgründerin der Brücke und langjährige Schatzmeisterin. War sie nicht noch zur letzten Mitgliederversammlung Anfang Oktober mit dem Rad die Frankenberger Straße  herauf gestrampelt, immer mit Helm und in der dunklen Jahreszeit mit einer Warnweste ausgestattet? Der letzte Jahreshaushalt, den sie ehrenamtlich verbucht hatte, war im Sommer in ihrer Wohnung von Kassenprüfer und Kassenprüferin geprüft worden. Alles bestens in Ordnung, damit war die Übergabe an den neuen Schatzmeister komplett. Eigentlich hatte sie aus Zeitgründen schon länger das Amt abgeben wollen, aber hat uns nicht im Stich gelassen. Sie kümmerte sich nicht nur um die Zahlen, ihre erste Aufgabe sah sie immer im Gebet.

Als sie noch mehr Zeit hatte, hat sie auch an anderen Stellen mitgearbeitet. Zum Beispiel bei den Interkulturellen Wochen 2016 hatte sie die Idee, einen Essensstand gemeinsam mit Flüchtlingen aufzubauen. Hier ist sie mit einigen in der Küche der Jacobigemeinde, die wir benutzen durften. Eine große Aufgabe hatte sie auch in ihrer Gemeinde, in der viele Flüchtlinge getauft wurden. Jetzt mussten wir sie in die himmlische Heimat ziehen lassen. Wir sind traurig und sagen DANKE und AUF WIEDERSEHEN. – Trauergottesdienst und Beisetzung sind am 6. Dezember 12 Uhr auf dem Trinitatisfriedhof in Chemnitz-Hilbersdorf. Auf Sonjas Wunsch hin sollen wir nicht in schwarz, sondern in fröhlichen Farben gekleidet kommen.