Schon öfters wurden wir für den Chemnitzer Friedenspreis nominiert, haben mit Jury-Mitgliedern gesprochen, sind zur Preisverleihung gegangen. Schon allein, um uns mit den anderen zu freuen, die die Preise bekommen haben, um die Kontakte zu pflegen. Gestern haben wir aber selbst einen Preis bekommen, die 3. Kategorie.

Zum Foto (mit Dank an Saskia): Bürgermeister Ralph Burghart mit allen, die für einen Preis nominiert waren, und denen, die einen der drei Hauptpreise oder den Jugendpreis oder den Ehrenpreis bekommen haben

Stadträtin Almut Patt hatte die Chemnitzer Brücke besucht und hielt die Laudatio. Unsere Chemnitzer Migrationsbeauftragte Etelka Kobuß, welche die Brücke von Anfang an kennt, war zuvor zu einem Gespräch da, ein gemeinsamer Termin klappte nicht. So konnten die beiden ihre Beobachtungen in der Jury austauschen.

Almut Patt hielt die Laudatio. Sie sprach über das „Hinausstoßen“, und das Gegenteil davon, warmherzig teilhaben zu lassen. Der Bibelspruch an einer schmalen Wand in der Brücke war ihr also aufgefallen, den zwei Praktikantinnen bei einer ersten Gestaltung der Räume angemalt hatten. Sie beschrieb die Brücke als freundlichen, hellen Raum, in dem seit 2013, also sehr nachhaltig, geholfen wird. Christen, Menschen anderer Religionen und Freigeister seien willkommen.

Dann erklärte sie das Bild der Brücke, die einen Weg über Hindernisse hinweg bahnt. Sie zählte alle Aktivitäten auf, die wir den Jurymitgliedern genannt hatten, von der offenen Tür hier zum Deutschüben über die Schulaufgabenhilfe, die etliche zur Coronazeit am Handy geleistet haben, bis zur Begleitung bei allen möglichen Anlässen. Und dass der Verein so viele Mitglieder hat, die selbst geflüchtet sind, hatte die Jury beeindruckt.

Die Formulierung in der Presseinformation der Stadt lautete: „Der Verein baut Brücken zwischen Flüchtlingen, Migranten und Einheimischen, um Barrieren und Vorurteile abzubauen. Nahe der Erstaufnahmeeinrichtung betreibt er die Begegnungsstätte „Chemnitzer Brücke“. Die Vereinsmitglieder bieten Gastfreundschaft und praktische Hilfe, vermitteln Beziehungen zwischen Einheimischen und Migranten und bauen Sprachbarrieren ab. Für sein langjähriges, ehrenamtliches und zielstrebiges Engagement für und mit Geflüchteten wurde der Verein mit dem 3. Preis ausgezeichnet, dotiert mit einer Summe von 200 Euro.“

https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/aktuell/presse/pressemitteilungen/2021/647.html

Verschiedene Medien berichteten.

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/friedenspreis-chemnitz-118.html

Danke an all die vielen, die in den Jahren Teil der Brückenbauer waren und sind! Danke an Gott, der das feste Fundament ist. Und herzlichen Glückwunsch an die beiden anderen Preisträger, mit denen wir sehr gern und langjährig verbunden sind.