Krieg und Unfreiheit sind schlimm, wer wüsste das besser als die Flüchtlinge, die das selbst erlebt haben. Deshalb stieß die Einladung zu Kundgebungen für die Ukraine am 19. und 26. Februar 2022 bei uns auf offene Ohren, jedenfalls bei denen, die dafür Zeit und innere Ruhe hatten. Danke, Masoud Hashemi vom Restaurant Safran, dass du mit einem Schild dabei warst!

Wir sind als Brückenbauer Chemnitz e. V. nicht auf eine bestimmte Nationalitätengruppe festgelegt, aber Menschen aus der Ukraine begegneten uns bisher eher zum Beispiel durch das Projekt mit der Jüdischen Gemeinde und Kontakte ab und zu.

Jetzt kommen viele auf einmal direkt aus dem Krieg, fast aus dem Nachbarland, mit offenen Grenzen und großer Hilfsbereitschaft empfangen. Gott sei Dank, dass Deutschland sich so zeigt und die gesetzlichen Regeln für die Aufnahme schafft. Diese Möglichkeiten, dass die Flüchtlinge sofort dezentral wohnen dürfen und arbeiten, wird wertvoll sein.

Die Flüchtlinge bisher durften/dürfen z. B. nicht zur in Deutschland lebenden Tante ziehen, die ihnen bei der Integration hilft, sondern müssen in einer Erstaufnahme oder in einem Heim wohnen. Die private Hilfe zu nutzen ist also richtig. Aber die Voraussetzungen dafür so schnell zu schaffen, angefangen mit der Registrierung, ist natürlich eine riesen Herausforderung. Beten wir dafür! Und dass alle von Verbesserungen profitieren.

Wir sind schon wegen Hilfe angefragt worden, und auch eine russisch sprachige Frau hatte gerade ihre Hilfe angeboten. Die Tür wird für alle offfen sein, wenn die Corona-Regeln wieder eine regelmäßige Öffnung erlauben. Der wichtigste Wunsch ist, dass der Krieg in der Ukraine schnell vorbei ist.

P.S. Der Beitrag war gerade gepostet, da kam schon eine Anfrage über Telegram von einem iranischen Brückenbauer: „Welchen Plan gibt’s bei euch in der Brücke, damit den Leuten, die vor dem Krieg flüchten, geholfen werden kann?“

Unser Netzwerk in der Evangelischen Allianz hat eine Seite mit vielen Links zur Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine zusammen gestellt.