„Flüchtlinge als Brückenbauer“

Vom1. Juni bis 30. November 2018 läuft unser Programm „Flüchtlinge als Brückenbauer“, teilweise „gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz“. Unser Mitarbeiter John, der nach einer Zeit der Ehrenamtlichkeit seit seiner Anerkennung noch bis Ende September eine Teilzeitstelle in der Brücke hat, hatte diese Idee, gemeinsam etwas zum Abbau der Reserviertheit und Abneigung gerade älterer Menschen gegen Flüchtlinge zu tun. Er schlug vor, mit Gruppen von Flüchtlingen auf Deutsche zuzugehen. „Alten Leuten im Heim Blumen zu schenken“ war seine Idee. Dafür suchen wir interessierte Heime / Gruppen. In der Wohnanlage Bernsdorfer Bad haben wir begonnen. (Allerdings haben wir da nichts verschenkt, sondern bekamen selbst Essen und wurden beschenkt 🙂 – danke an Evi und Marion.) Interessant dabei ist auch zu sehen, wie alte Menschen in Deutschland leben und Hilfe bekommen.

 

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Offene Kaffeepause

Seit fünf Jahren ist die Chemnitzer Brücke eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für Flüchtlinge an der Frankenberger Straße / Ecke Helmholtzstraße. Im Jubiläumsjahr der Stadt Chemnitz feiern wir „Gastfreundschaft und Nächstenliebe – damals wie heute aktuell“. Wir sagen „Danke“ an die Nachbarschaft für alle Hilfe und Freundlichkeit. Und wir wollen mehr Nachbarinnen und Nachbarn persönlich kennen lernen.

Dazu laden wir ab dem 14. August täglich ein zur Offenen Kaffeepause. Jeden Werktag üben Flüchtlinge in der Chemnitzer Brücke Deutsch, suchen Hilfe und Kontakte. Um 16 Uhr ist gemeinsame Pause mit Getränken und Gebäck. Im Jubiläumsjahr unserer Stadt Chemnitz laden wir ein, zu dieser Pause spontan dazu zu kommen. Setzen Sie sich mit an den Tisch, Sie lernen nette Leute kennen! Das Thema zum Jubiläum in Hilbersdorf ist „Liebe“. Das passt zu unserem Motto „Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Nächstenliebe“. Das ist damals an den Anfängen der Stadt mit dem Benediktinerkloster wie heute aktuell.

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Das Chemnitzer Stadtjubiläum hat zur Feier verschiedene regionale Bereiche, die unter bestimmten Begriffen stehen. Und Hilbersdorf gehört zum Bereich „Liebe“. Wie gemacht für die Brücke, die unter dem Motto „Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Nächstenliebe“ arbeitet! Wir haben uns also erfolgreich um eine kleine Förderung beworben, die es ermöglicht, mehr Geld für Essen auszugeben. Denn so können Flüchtlinge leichter Gastgeber sein.

Fremden mit Gastfreundschaft und Nächstenliebe zu begegnen, ist eine Grundhaltung, die den Orient und das christliche Abendland verbinden. Schon der  Anfang der Stadt mit dem Benediktinerkloster war so ein Ort der Gastfreundschaft.

Wir werden zum einen in die Brücke einladen, zum Beispiel zur Pause nach dem Frühjahrsputz. Und in den Interkulturellen Wochen. Da werden wir auch daran denken, dass die Brücke 2018 fünf Jahre alt wird.

Zum anderen beteilige wir uns an Veranstaltungen. Geplant ist das schon beim Festival „Liebe geht durch den Magen“. Dort und zu anderen Terminen wird von Mitgliedern der eritreischen Gemeinde unter anderem eine eritreische bzw. äthiopische Kaffeezeremonie durchgeführt. Auch iranisches Essen und Speisen anderer Nationen werden angeboten.

 

Termine 2018

Was ist los im neuen Jahr? Gemeinsam mit den Geflüchteten haben wir das Jahr in den Blick genommen. Was können wir integriert in das Deutschlernen gemeinsam planen, zum Beispiel Exkursionen? Woran können wir uns beteiligen? Einladungen zu Veranstaltungen oder Ausflügen sind sehr erwünscht!

Wir haben Termine gesammelt, die im Laufe der Zeit noch ergänzt und konkretisiert werden.

Regelmäßig Sonntags 18.30 Uhr gottesdienstliche Feier / Gebet in der Erstaufnahme Adalbert-Stifter-Weg,

Regelmäßig Montags bis Freitags ab 14 Uhr  Deutschlernen (Sachkosten gefördert im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz) 16 Uhr Offene Kaffeepause – Gäste willkommen!

Regelmäßig montags Sport im Ev. Schulzentrum mit der JG Glösa (Sachkosten gefördert im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz)

Regelmäßig meistens Freitags in der normalen Öffnungszeit integriert in den Deutschunterricht praktische Thema, Organisation, Planen, … was gerade ansteht, mit Katharina

Regelmäßig am letzten Dienstag im Monat ca. 16 Uhr Sprechstunde mit dem Bürgerpolizisten Frank Strachotta über Polizei, Gesetze, Kriminalität. Gelegenheit, Probleme anzusprechen.

Dienstags 30.1.2018 bis Anfang Juni, 17 Uhr in der Brücke: Der Weg der Wahrheit – Al-Masira –Mischung aus Al-Masira-Videos und Gesprächsabenden, mit Anja und Daniel und John und Nasrin (Essen) und Albrecht, gefolgt seit Mitte Juni vom gemeinsamen Bibelstudium in Farsi/Deutsch am Dienstag Abend mit Mohsen, Massumeh, Anja und Daniel

Samstag, 27.1.2018 gemeinsame Fahrt ab 7.45 Uhr Hauptbahnhof zu einem ELAM-Seminar in der Urgemeinde Dresden, mit John, Katharina, Zaher und anderen

Samstag, 10.2.2018 in der FEG Kreherstraße persischer Seminartag, Begegnung, Bibelvertiefung, Gebet, mit John und persischem Pastor aus Stuttgart

Winterferien für die Schulkinder 12.-23.2. 2018: mit Johns Sohn Bardia und anderen Kindern wollen wir ein Ausflugsprogramm machen – Chemnitzer Museen etc.

Mittwoch 21.2. 2018 Einladung nach Dresden in den Landtag durch Volkmar Zschocke/ Petra Zais MdL BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

2.3. Brückenabend für Aktive in der Brücke

4.3. Iranisches Essen und Vorstellung der Brücke nach dem Gottesdienst in Kleinolbersdorf /Adelsberg

Montag, 5.3. Friedenstag (Vorbereitung am 2.3. mit Katharina) – Friedenskreuz betreuen, Kundgebung, Gottesdienst

Mittwoch 21.3. 10-16 Jobmesse in der Community4you-Arena

18.-22.3. // Newruz – persisches Neujahrsfest – wie feiern?

28.3. Brückenabend für Aktive in der Brücke

Freitag, 13.4. Frühjahrsputz Hilbersdorf 14-16 Uhr, danach Pause in der Brücke – Aktion im Rahmen des offiziellen Frühjahrsputz mit dem ASR

12.4. 18-20.30 Uhr Planungen gemeinsam zur Flüchtlingsarbeit (AMIN-Gruppe)

20.4. 12 Uhr in der Jacobikirche Gebet für den Iran

Montag, 30.4. 2018 Kulinarisches Festival „Liebe geht durch den Magen“ im Rahmen des Stadtjubiläums 875 Jahre in der der Markuskirche Sonnenberg – vor allem diejenigen, die auf dem Sonnenberg wohnen, sind zum Mitbringen von Essen eingeladen.

26. 5. Mitarbeitertag in Zusammenarbeit mit der Jugendkirche
Es finden Seminare, Workshops und Austausch zu folgenden Themen statt:
– Muslime verstehen, lieben, gewinnen.
– Wie kann ich über Jesus mit Muslimen reden?
– Das Thema Israel und das Volk der Juden mit Menschen aus muslimischer Sozialisation besprechen.
Dafür haben wir eine christliche Araberin als kompetenten Gast eingeladen, die aus persönlicher Erfahrung berichten und reflektiert schulen kann.

6.6.10-14 Uhr Integrationsmesse im Tietz

6.6. 15-18 Uhr Parkfest mit dem Checkpoint, Scharnhorstplatz / Naumannstraße

20.6. Tag des Flüchtlings Am Roten Turm, Picknick der Chemnitzer Brücke im Park daneben

21.6. 17 Uhr, Fortbildung für Ehrenamtliche und Flüchtlinge mit Anwalt Matthias Waltermann

29.6.2018 – Vor fünf Jahren feierte die Chemnitzer Brücke feierliche Einweihung! Wir feiern das im Rahmen der Interkulturellen Wochen nach.

9. Juli bis 10. August Die Brücke ist geschlossen! Da John endlich einmal mit seiner Familie in den Ferien Urlaub machen möchte, haben wir das erste Mal eine Schließzeit. Nur dienstags ist geöffnet. Es wird Verabredungen zu gemeinsamen Unternehmungen geben.

18.8. Geschenkfest Roter Turm – Aufbauhilfe und Stand mit Internationalen Bibeln (mit Albrecht)

22.8. 18 Uhr Mitgliederversammlung und Vorstandsneuwahl Brückenbauer Chemnitz e. V.

2.9. Gottesdienste zum Diakoniesonntag zum Thema Flüchtlinge ?

14. 9. 16-19 Uhr Danke-Feier für 5 Jahre gute Nachbarschaft: Seit fünf Jahren ist die Chemnitzer Brücke eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für Flüchtlinge an der Frankenberger Straße / Ecke Helmholtzstraße. Im Jubiläumsjahr der Stadt Chemnitz feiern wir „Gastfreundschaft und Nächstenliebe – damals wie heute aktuell“. Wir sagen „Danke“ an die Nachbarschaft für alle Hilfe und Freundlichkeit. Und wir wollen mehr Nachbarinnen und Nachbarn persönlich kennen lernen. Programm: Rückblick mit Bildern, Getränke und Imbiss.

22.9. Eröffnung Interkulturelle Wochen auf dem Neumarkt mit Chemnitzer Brücke: Infos über die Arbeit der Brückenbauer Chemnitz e. V. unter dem Motto „Gastfreundschaft und Nächstenliebe – damals wie heute aktuell (Informarium) und Bibeln und christliche Literatur in vielen Sprachen – von Hebräisch, Griechisch und Latein bis Französisch, Farsi, Vietnamnesisch (Vokabularium)

23.9. 14 Uhr Erntedankfest in Ebersdorf mit Beteiligung der Chemnitzer Brücke, iranische Spezialitäten vom Grill im Rahmen des Stadtjubiläums und des Projekts „Flüchtlinge als Brückenbauer“, Mitwirkung im Gottesdienst

xx.12.2018 Weihnachtsfeier in der Erstaufnahme??

Freitag/Samstag 21./22.12. 2018 Lange Nacht

 

Sport und Begegnung

Die Junge Gemeinde Glösa hat unter Leitung des Gemeindepädagogen Matthias Tittel schon seit ca. drei Jahren ca. regelmäßig Begegnungstreffen mit den Gästen der Chemitzer Brücke durchgeführt. Da kamen Jugendliche der Kirchgemeinde und machten gemeinsame Aktionen mit Flüchtlingen, Kreativsein, Backen, Sport, alles, was ohne Sprachbarrieren möglich war.

Am Ende hat sich heraus kristalllisiert, dass das gemeinsame Sporttreiben und das gemeinsame Essen anschließend die Form ist, die beiden  Seiten am meisten Freude gemacht hat.

Daraus entstand der Wunsch von Seiten der Flüchtlinge, regelmäßiger Sport machen zu können.

Wir haben nach Möglichkeiten gesucht und sind bei Ev. Schulzentrum auf offene Türen gestoßen. Die Schule würde uns einem Sportlehrer als zeitweiliger Trainer vermitteln. Auch jemand aus der Methodistengemeinde Hilbersdorf unterstützt uns.

Jeden Montag von 17 Uhr bis 19.30 Uhr finden die Begegnungen statt. Zuerst wird gemeinsam Sport getrieben, etwa Volleyball oder Fußball, anschließend ist Zeit zu Begegnung, Gesprächen, gemeinsamen Essen in der Brücke. Wir wollen uns auch vernetzen mit Sportvereinen und bei regionalen Turnieren wie dem „Cup der guten Hoffnung“ o. ä. wieder mitmachen. – Für dies Projekt bekommen wir einen Zuschuss für die Hallenmiete und einige Sachkosten im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz.

Asyl: 90 % der Christen werden abgelehnt

Das Wächterrufgebet ist eine Bewegung, die mit Informationsbriefen zum Gebet für Politik und Gesellschaft aufruft. Im Gebetsbrief vom März 2018 wird deutlich über die veränderte Lage bei der Asylpraxis informiert. Wir hatten vor kurzem in Bezug auf die Spenden darauf hingewiesen. Hier lesen wir, dass es keine Einzelfälle sind.

„Seit Ende 2016 beten wir für christliche Konvertiten in Deutschland, deren Asylanträge schon damals in großer Zahl durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt wurden. In der Folge gab es Gespräche mit dem damaligen Leiter des BAMF und dessen Nachfolgerin Jutta Cordt und es wurden Dutzende Ablehnungsbescheide zur Überprüfung eingereicht. Die Bescheide wurden von der Beschwerdestelle des BAMF trotz eingestandener Fehler in aller Regel nicht revidiert. Mittlerweile erhalten etwa 90% der christlichen Antragsteller aus dem Iran und Afghanistan Ablehnungsund Abschiebebescheide.
Das BAMF entscheidet damit verfassungswidrig, gegen die Genfer Flüchtlingskonvention und liefert christliche Konvertiten Tod und Verfolgung in ihren islamischen Herkunftsländern aus. In den Textbausteinen der Begründungen wird regelmäßig die Ernsthaftigkeit des Glaubensübertritts in Zweifel gezogen.
Es wird die Sogwirkung einzelner Kirchen und muttersprachlicher Taufkurse herausgestellt und „dass die „Einlassungen des Antragstellers bzgl. des Christentums floskelhaft sind“. Pfarramtliche Bescheinigungen werden ignoriert, den zuständigen Pfarrern Falschaussagen und Beihilfe zum Asylbetrug unterstellt.
Etwa zwei Drittel der Ablehnungsbescheide landen vor den Verwaltungsgerichten, wo fast die Hälfte der Klagen gegen Asylbescheide Erfolg hat. Allerdings geht das BAMF regelmäßig in Berufung und gewinnt häufig in zweiter Instanz.
Gebet:

  • Dass wir als Leib Christi aus der Lähmung aufstehen und unsere verfolgten Geschwister und deren Seelsorger aktiv unterstützen (Gal 6,9f)
  • Für umfassenden Schutz der Konvertiten in Deutschland (Eph 6,1)
  • Für den neuen Innenminister: dass Asyl nach Recht und Gesetz angewiesen und durchgesetzt wird (Micha 7,8-10)“

Eine der Quellen dafür ist diese ausführliche Stellungnahme der SELK „Wo bleibt der Aufschrei des Entsetzens in diesem Land?“ vom 30. Januar 2018.

Wie kann ich Dir helfen? Spenden direkt

Immer mehr Flüchtlinge brauchen einen Anwalt. Zum Beispiel, weil sie in Deutschland gar kein Asylverfahren bekommen, in dem sie ihre Gründe für die Flucht darlegen können. Sondern sie waren zuvor in einem anderen europäischen Land und werden nach den Regeln des Dublin-Abkommens direkt dorthin zurück geschickt. Oder ihr Weg zum christlichen Glauben wird nicht anerkannt. Wir helfen durch Vermittlung zu Anwälten, Gebet und diverse andere Unterstützung. Für die Anzahlung brauchen die Hilfesuchenden 50-100 Euro.

Dafür und für andere Nothilfen können zweckgebundene Spenden geleistet werden. Wenn jemand einer Person helfen will, kann er eine Spende mit dem entsprechenden Betreff überweisen (bar in absoluten Ausnahmefällen).

Über eine E-Mail an info@chemnitzer-bruecke.de oder auf anderem Wege wird die Buchhaltung schriftlich über die Spende und die gewünschte Auszahlung über wen informiert. Zum Beispiel: Spende für Ahmed von Rudi, Auszahlung über John. John bezahlt dann z. B. eine Anwaltsanzahlung und sendet die Quittung des Anwalts bzw. den Zahlungsbeleg an die Buchhaltung. Wenn der Anwalt einverstanden ist, wird der Betrag direkt auf sein Konto eingezahlt.

Wenn Rudi eine Spendenquittung möchte, muss die Adresse an die Buchhaltung gegeben werden. Bis 200 Euro reicht dem Finanzamt der Zahlungsbeleg.

Für uns ist auf jeden Fall Rudis Mailadresse wichtig, um uns bei ihm zu bedanken.

– Natürlich können auch Spenden ohne Nennung einer bestimmten Person geleistet werden. Aber da bitten wir lieber um ganz freie Spenden. Denn was nützt es, wenn zwar Geld für den Anwalt da ist, aber kein Mitarbeiter, der sie dahin beim ersten Mal begleitet? Der die Fälle sammelt, um mit anderen in der Brücke zu beraten, wie wem auf welche Weise am besten geholfen werden kann?

Wenn Sie spenden möchten und Fragen haben, melden Sie sich gerne per E-Mail an info@chemnitzer-bruecke.de, wir rufen Sie zurück.