Frohe Weihnachten!

Dies Jahr feiern wir Weihnachten besonders intensiv. Wir waren im Tietz mit einem Stand bei der Interkulturellen Weihnachtsfeier. Wir haben christliche deutsche Weihnachtslieder gesungen (Albrecht übt hier gerade) und Andrea hat angeleitet, Tütensterne zu basteln. So viele haben begeistert geklebt und geschnitten, dass wir manche Sterne noch verschenken konnten.

Und dann haben wir wie in den Vorjahren die Weihnachtsfeier in der Erstaufnahme gestaltet.

Ein Iraner und ein Afghane haben am Freitag zuvor beim Befüllen der Geschenktüten in der Brücke geholfen. Wir hatten viele liebevoll zusammengestellte Spendentüten bekommen. Und als es dann hieß, es sind weit mehr Kinder da als erwartet, halfen uns Kathi und ihr Verein God is good, den nicht kleinen fehlenden Rest zu besorgen. Fotos von der Feier und dem Krippenspiel der Iraner folgen noch. 

Nun starten wir in die Feiertage.  Unser Weihnachts-Rundbrief ist verschickt. Leite ihn gern weiter an Freunde und Verwandte. Wir können jede einzelne Spende sehr gut gebrauchen.

Unser neuer Mitarbeiter John wird mit iranischen Ehrenamtlichen am Heiligabend in der Brücke eine Weihnachtsfeier für Familien gestalten, die in Flüchtlingsunterküften leben. Albrecht und Andrea und Katharina und andere laden in ihre Wohnungen ein. Es macht Freude, die Weihnachtsfreude mit anderen zu teilen!

Nach Weihnachten werden wir uns mit der Geschichte befassen. Am 28. 12. haben wir eine Führung im Archäologiemuseum. Am Tag zuvor wird John dazu eine Einführung halten. Und am 29. geht es darum, wie wir unsere eigenen Termine im Blick behalten können.

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Internationale Gemeinde spendet

Die kleine internationale Gemeinde in der Theaterstraße 76 hat sich entschieden, die Chemnitzer Brücke regelmäßig finanziell zu unterstützen. Heute waren wir da, um Danke zu sagen und die Arbeit vorzustellen. In einer Etage sind die Räume, ein Saal mit vielleicht 100 Stühlen, Kinderräume, eine Küche, in der hinterher Tee und Kuchen angeboten wurden, und anderes. Wir wurden herzlich begrüßt.

Wir hatten die Zeit, in der sonst gepredigt wird. Der südkoreanische Pastor ist zur Zeit in Korea. Frank Schönfeld und John Malakuoti lasen abwechselnd auf deutsch und Farsi das Evangelium (Mt. 25), in dem Jesus sagt, wonach er am Ende der Zeit richten wird. „Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen“, dieser Satz, eine der Grundlagen unserer Arbeit, kommt darin vor. Dann hat Frank eine spontane Kurzpredigt dazu gehalten, die Mehrdad ebenso spontan auf Farsi übersetzt hat. Denn außer Johns Familie waren auch viele christliche Iraner mitgekommen. Eine Premiere in jeder Hinsicht! Anschließend erklärte Katharina Weyandt an Hand einiger Bilder die Arbeit in der Brücke und darüber hinaus. Sie und Frank lasen zum Abschluss unser Leitbild vor. Außerdem wurde die AMIN-Gruppe vorgestellt.

Viele einzelne Gespräche schlossen sich an. Es ist beeidruckend, wie so eine Gemeinde, die selbst vorlebt, dass der Leib Christi International ist, und die ihre Arbeit durch Spenden finanziert, an ein Werk wie die Brücke abgeben will. Wir danken auch für die Gebete und den Segen.

Palästinenser Tass Saada spricht in Chemnitz

Ein Freund von Merry Hofmann kommt mit seiner spannenden Geschichte nach Chemnitz. Er hat eine christliche Arbeit im Gaza-Streifen aufgebaut.

Am Sonnabend, 25.11., 14 Uhr,  laden wir ihn zum Gespräch auf arabisch ein ins Café International. Das ist ein bekannter Treffpunkt in der Uhlandstraße 23, das wir für diesen Zweck mieten konnten. Ladet auch ihr eure Freunde ein!

Hier sagt er das Thema, über das er sprechen wird: „From Oppression to freedom. I wanted a homeland and true peace. Only when I met Jesus did I have peace and a home forever.“

من القمع إلى الحرية. أردت وطن وسلام حقيقي. فقط عندما التقيت يسوع لم يكن لدي السلام والمنزل إلى الأبد.

— Ein gutes Dutzend Syrer und Syrerinnen waren da, hörten zu, fragten nach. Alles lief auf arabisch, eine besondere Gelegenheit. Danke an Tass und seine Frau Karen, dass sie gekommen sind. Die Botschaft wird weiterwirken.

Weihnachten 2017

Wir planen gemeinsam mit anderen Engagierten aus Gemeinden (AMIN-Gruppe) folgendes:

  1. ) Am 17. Dezember 2017, dem 3. Adventssonntag gestalten wir nachmittags in der Erstaufnahmeeinrichtung am Adalbert-Stifter-Weg eine Weihnachtsfeier. Die Malteser haben uns wieder dazu gebeten zu kommen. Für die Kinder als Geschenke sammeln wir 50 Schulpakete: Schulsachen, Stifte, Radiergummi, Anspitzer, Malkasten, Hefte, Zeichenkarton, Schnellhefter, Locher … was Kinder so brauchen. Auch ein gut ausgewähltes Spielzeug darf dabei sein.
    Abzugeben bis zum 8. Dezember in der Brücke Montag bis Freitag 14-17 Uhr. Frankenberger Str. 75, Tel. 0171-2009442 oder 015165165576 (K.Weyandt)
    Bitte möglichst Sachen wählen, die von der Optik für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet sind. Altersstaffelung angeben (0 bis 5 / 6 bis 11 / 12 bis 17).Zur Verpackung: entweder in einem Turnbeutel oder die Sachen für je 1 Kind in eine einfache Tüte (evtl. einige Teile bunt verpackt) – wir packen alles zum Verschenken in Stoffbeutel.Hier die Bitte auf Handzetteln und DIN A 4-Aushang zum Ausdrucken und Weitergeben.Wer möchte selbst an der Weihnachtsfeier mitwirken? Singen, Begegnung, … Bitte am besten zur Planung am 24.11. 15 Uhr in die Brücke kommen. Oder melden bei Albrecht Weißbach, vorstand@chemnitzer-bruecke.de

2.) Für die Feiertage selbst sammeln wir Namen von Gästen, die sich über die Einladung zu einer privaten Weihnachtsfeier zu Hause freuen. Viele haben sowieso inzwischen Kontakte zu Leuten, die sie Weihnachten einladen wollen. Anderen wollen wir dabei helfen, im Sinne der Aktion vor einiger Zeit im Sommer „Lade Fremde ein.“
Gerne könnt Ihr auch Einladungen zu Gemeinde-, Vereins-Feiern oder zu einem anderen Anlass in der Adventszeit an die Brücke leiten (info@chemnitzer-bruecke.de). Das wurde letztes Jahr schon gerne angenommen.

3.) Die Freitage vor Weihnachten gestalten wir adventlich, auch mit Vorbereitungen. Am 8.12. gehen wir zur Interkulturellen Weihnachtsfeier ins Tietz.

Neuer Mitarbeiter

John beim Vortrag in Adelsberg über den Iran

Als neue Präsenzkraft nach dem Abschied unserer FSJ’lerin Olga Schlund haben wir John Malakuoti aus dem Iran eingestellt. Sein Bild hängt schon oben an unserer Fotowand, weil er am Anfang auch die ersten deutschen Worte in der Brücke gelernt hat. Er lebte mit seiner Familie bis zur Anerkennung als Flüchtling in einer Wohnung der Gemeinde in Kleinolbersdorf. Jetzt sind sie in eine zentralere Wohnung gezogen, aber weiter in der Gemeinde angebunden.

Die Stellenbezeichnung ist „Integrationshelfer“. Der Vertrag für ein Jahr umfasst zwanzig Stunden.

Brückenbauer beim Reformationsfest

Eine iranische Gruppe, organisiert von unserem Mitarbeiter John Malakuothi, hat am Reformationstag 2017 beim Familienfest rund um die Schlosskirche mitgewirkt. Sie waren vom Kirchenbezirkskatechet Christof Schubert, der John aus der Gemeinde Kleinolbersdorf kennt, um einen Beitrag zum Essen gebeten worden. Der Andrang war riesig. Am Ende waren iranische Suppe, Salat und Fleischspieße restlos verzehrt.

„Wir für Sachsen“

In der Flüchtlingshilfe geschieht ganz viel ehrenamtliche Arbeit. So wichtig professionelle Deutschkurse und Sozialberatung sind, richtig sprechen lernen, sich in Deutschland heimisch fühlen, geht nur mit freiwilligen Hilfen. Das ist unsere Aufgabe. Und da helfen Flüchtlinge, welche schon länger in Deutschland sind oder spezielle Kenntnisse haben, etwa aus ihrem Beruf, auch kräftig mit. Der Freistaat Sachsen unterstützt uns da ein bisschen, indem alle, die im Schnitt 20 Stunde pro Woche ehrenamtlich helfen, aus Steuereinnahmen 40 Euro bekommen. Zum Beispiel für die Fahrkarte oder andere Kosten.

Das nennt man „Aufwandsentschädigung“. Es ist ein Einkommen, auf das man keine Steuern zahlen muss. Man muss es nur dem Finanzamt angeben. Wer als Flüchtling Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommt oder vom Jobcenter, muss das Geld auch angeben und darf es dann behalten.

Das Motto des Förderprogramms lautet „Wir für Sachsen“. Ein gutes Motto. Wir arbeiten alle daran, egal, aus welchem Land wir kommen, nach dem biblischen Prinzip „Suchet der Stadt Bestes“.

  • Wer allerdings auf Arbeitssuche ist, muss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Im Zweifelsfall muss er/sie die ehrenamtliche Arbeit aufgeben, wenn sie mit der Arbeitszeit kollidiert. Um eine Person zuverlässig in der Brücke zu beschäftigen, mussten wir einen neuen Mitarbeiter mit einer Teilzeitstelle einstellen.

Neues im Herbst 2017

Auf einem Brückenabend der Aktiven und einer Mitgliederversammlung werden wir am 2.11. ab 18 Uhr einen neuen Mitarbeiter einführen. John Malakuoti ist seit Anfang Oktober „Integrationshelfer“ im doppelten Sinne: er hilft anderen und lernt gleichzeitig selbst, im Bereich Deutsch und bei allem, was zu einem Verein dazu gehört. Mehr zu ihm später. Auch andere Gäste aus der christlichen Flüchtlingsarbeit in Chemnitz sind zu der Einführung eingeladen.

Hoffnung für Afghanen

Am 22. und 23. September 2017 – Freitag und Samstag – haben wir das „Haus der Kulturen“ in der Jägerstraße 5-7 gemietet für eine über Internet-Livestream übertragene Info-Veranstaltung über den christlichen Glauben von Afghanen für Afghanen. Konkret von Dari-Sprechenden. Zwar ist die Sprache dem iranischen Farsi ähnlich, weshalb der Iran das Hauptfluchtland von Afghanen ist. So nehmen beide Sprachgruppen gemeinsam an den christlichen Angeboten teil. Aber deutschlandweit hat sich eine Gruppe Afghanen zusammen gefunden, die unterstützt von der evangelischen Allianz etwas speziell für diese Gruppe anbietet. Hier die Website dazu. Das Programm startet 19.30 Uhr, vorher ab 18.30 Uhr ist Essen.

Zaher Ataie aus der Luthergemeinde und Mitglied bei Brückenbauer Chemnitz e. V. hat schon im Sommer eine Jüngerschaftsschulung mitgemacht, bei der auch das Programm dieser Evangelisation vorgestellt wurde. Wir haben seine Teilnahme mit Spendenmitteln unterstützt und fördern auch diese weiteren Aktivitäten. Es ist wunderbar, dass hier in Deutschland Leute die Gelegenheit haben, den Glauben kennen zu lernen. Wir Deutschen haben so viele Gelegenheiten dazu, jetzt sind auch andere Sprachgruppen dran.

Das „Haus der Kulturen“ ist als Treffpunkt Iranern und Afghanen bekannt, dort arbeitet auch ein afghanischer Mitarbeiter. Über Freifunk ist dort Internet verfügbar. Zaher nimmt seinen Laptop mit, hat sich Boxen geliehen, aus der Brücke wird der Beamer verwendet. Und dann ist die kleine Schar christlicher Afghanen aus Chemnitz gespannt auf diese allererste Veranstaltung für ihre Sprachgruppe.

Natürlich wird vorher afghanisches Essen gegessen, was sie selbst kochen. Für den Einkauf nehmen wir Spenden. Am Samstag für den zweiten Abend darf vorher  im Gemeindezentrum der Luthergemeinde gekocht werden. Deutsche Jugendliche von einer Rüstzeit wollen an dem Nachmittag mithelfen und so Flüchtlingen begegnen. Dann wird alles in das „Haus der Kulturen“ transportiert.

Für den 3. Abend, den Sonntag, haben wir noch keinen festen Plan. Da ist das „Haus der Kulturen“ schon belegt. Vielleicht werden die Interessierten zu Leuten nach Hause eingeladen?

 

16.9.Brot des Lebens International

Mohsen am Stand beim Aufbau

Kurzes Fazit: Es war viel los, so viel Literatur in so kurzer Zeit konnten wir noch nie an Interessenten verschenken. Gott sei Dank! Den Pavillon haben wir von der Jugendkirche geliehen bekommen. Der Aufbau erst mit Frank und dann mit Mohsen hat wunderbar geklappt. Und es gab ringsherum so viel zu essen, dass es gut passte, dass wir nicht so viel echtes Brot anbieten konnten.

Aufruf: Brot oder Getreide in anderer Form ist bei den meisten Völkern die Basis der Ernährung. Deshalb wird auch die Bibel, das Wort Gotes, als „Brot des Lebens“ bezeichnet. Je mehr orientalische Läden hier aufmachen, desto leichter sehen wir Brot in der Art, wie es zu Zeiten Jesu in Gebrauch war.

ZUr Eröffnung der Interkulturellen Wochen in Chemnitz wollen wir deshalb einen Zeltpavillon sowie Tische und Bänke aufstellen und Brot und Bibelworte anbieten. In internationalen Varianten, unterschiedliches Brot oder andere einfache Getreidegerichte und Bibeln und Bibelteile in verschiedenen Sprachen.

Bei Kaffee und Tee wollen wir mit den Leuten auf dem Neumarkt ins Gespräch kommen. Und sicher viele Bekannte treffen.

Wer bringt Brot etc. mit? Bitte melden an info@chemnitzer-bruecke.de

Eine besondere Einladung haben wir für Leute, die Dari sprechen, zu einer Veranstaltung „Hoffnung für Afghanen“, die ein Wochenende später stattfindet. Hier die Website dazu, genaue Infos zu Zeit und Ort folgen.