Hoffnung für Afghanen

Am 22. und 23. September 2017 – Freitag und Samstag – haben wir das „Haus der Kulturen“ in der Jägerstraße 5-7 gemietet für eine über Internet-Livestream übertragene Info-Veranstaltung über den christlichen Glauben von Afghanen für Afghanen. Konkret von Dari-Sprechenden. Zwar ist die Sprache dem iranischen Farsi ähnlich, weshalb der Iran das Hauptfluchtland von Afghanen ist. So nehmen beide Sprachgruppen gemeinsam an den christlichen Angeboten teil. Aber deutschlandweit hat sich eine Gruppe Afghanen zusammen gefunden, die unterstützt von der evangelischen Allianz etwas speziell für diese Gruppe anbietet. Hier die Website dazu. Das Programm startet 19.30 Uhr, vorher ab 18.30 Uhr ist Essen.

Zaher Ataie aus der Luthergemeinde und Mitglied bei Brückenbauer Chemnitz e. V. hat schon im Sommer eine Jüngerschaftsschulung mitgemacht, bei der auch das Programm dieser Evangelisation vorgestellt wurde. Wir haben seine Teilnahme mit Spendenmitteln unterstützt und fördern auch diese weiteren Aktivitäten. Es ist wunderbar, dass hier in Deutschland Leute die Gelegenheit haben, den Glauben kennen zu lernen. Wir Deutschen haben so viele Gelegenheiten dazu, jetzt sind auch andere Sprachgruppen dran.

Das „Haus der Kulturen“ ist als Treffpunkt Iranern und Afghanen bekannt, dort arbeitet auch ein afghanischer Mitarbeiter. Über Freifunk ist dort Internet verfügbar. Zaher nimmt seinen Laptop mit, hat sich Boxen geliehen, aus der Brücke wird der Beamer verwendet. Und dann ist die kleine Schar christlicher Afghanen aus Chemnitz gespannt auf diese allererste Veranstaltung für ihre Sprachgruppe.

Natürlich wird vorher afghanisches Essen gegessen, was sie selbst kochen. Für den Einkauf nehmen wir Spenden. Am Samstag für den zweiten Abend darf vorher  im Gemeindezentrum der Luthergemeinde gekocht werden. Deutsche Jugendliche von einer Rüstzeit wollen an dem Nachmittag mithelfen und so Flüchtlingen begegnen. Dann wird alles in das „Haus der Kulturen“ transportiert.

Für den 3. Abend, den Sonntag, haben wir noch keinen festen Plan. Da ist das „Haus der Kulturen“ schon belegt. Vielleicht werden die Interessierten zu Leuten nach Hause eingeladen?

 

Advertisements

16.9.Brot des Lebens International

Mohsen am Stand beim Aufbau

Kurzes Fazit: Es war viel los, so viel Literatur in so kurzer Zeit konnten wir noch nie an Interessenten verschenken. Gott sei Dank! Den Pavillon haben wir von der Jugendkirche geliehen bekommen. Der Aufbau erst mit Frank und dann mit Mohsen hat wunderbar geklappt. Und es gab ringsherum so viel zu essen, dass es gut passte, dass wir nicht so viel echtes Brot anbieten konnten.

Aufruf: Brot oder Getreide in anderer Form ist bei den meisten Völkern die Basis der Ernährung. Deshalb wird auch die Bibel, das Wort Gotes, als „Brot des Lebens“ bezeichnet. Je mehr orientalische Läden hier aufmachen, desto leichter sehen wir Brot in der Art, wie es zu Zeiten Jesu in Gebrauch war.

ZUr Eröffnung der Interkulturellen Wochen in Chemnitz wollen wir deshalb einen Zeltpavillon sowie Tische und Bänke aufstellen und Brot und Bibelworte anbieten. In internationalen Varianten, unterschiedliches Brot oder andere einfache Getreidegerichte und Bibeln und Bibelteile in verschiedenen Sprachen.

Bei Kaffee und Tee wollen wir mit den Leuten auf dem Neumarkt ins Gespräch kommen. Und sicher viele Bekannte treffen.

Wer bringt Brot etc. mit? Bitte melden an info@chemnitzer-bruecke.de

Eine besondere Einladung haben wir für Leute, die Dari sprechen, zu einer Veranstaltung „Hoffnung für Afghanen“, die ein Wochenende später stattfindet. Hier die Website dazu, genaue Infos zu Zeit und Ort folgen.

Menschen mit Herz gesucht

Die Nachmittage in der Brücke sind ruhiger geworden, seit die großen Zahlen der Flüchtlinge in Sprachkurse eingegliedert wurden. Aber um so intensiver: Die Menschen kommen mit ihren speziellen Fragen, haben Bedarf zu üben, etwas in ihrem Deutschbuch erklärt zu bekommen, Deutsch zu sprechen. Kein Mensch kann nur über einen Kurs eine Sprache lernen.

Und schließlich wünschen sie sich eine Zeit des freundlichen Miteinanders. Es dauert, bis an einem neuen Ort neue Beziehungen aufgebaut sind. Und angesichts der vielen Asylantrags-Ablehnungen vor allem für Afghanen ist die Zukunft unsicher. Um so mehr hilft die zuverlässig offene Brücke. Dafür brauchen wir mehr Ehrenamtliche. Menschen mit Herz, die zwei Stunden in ihrem Kalender frei räumen können. Oder bereit sind, bei besonderen Termin abends und am Wochenende dabei zu sein. Von dem freundschaftlichen Kontakt profitieren beide Seiten. Mehr dazu hier.

Wir waren in Buchenwald und Weimar

Über fünfzig meist junge Flüchtlinge aus dem Iran, Afghanistan und Syrien und meist ältere Mitglieder der jüdischen Gemeinde Chemnitz haben am 27. Juli eine lange vorbereitete Tagesfahrt in die KZ-Gedenkstätte Buchenwald und die Klassikstadt Weimar gemacht. Die Teilnehmer hatten nicht nur sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden, sondern auch die Kluft zwischen den Generationen. Ein besonderer Dank gilt gerade den Älteren, die sich darauf eingelassen haben.  Auch die meisten Gemeindemitglieder, die selbst aus der ehemaligen Sowjetunion stammen, waren aus verständlichen Gründen noch nie in Buchenwald gewesen. Doch das Interesse bei allen war so groß, dass eine Warteliste für eine weitere Fahrt gebildet werden musste.

Die Informationen wurden intensiv aufgenommen, die Zahl der 6 Millionen ermordeter Juden beeindruckte die Flüchtlinge. Nach Hitler wurde gefragt, ob er dort in Buchenwald war und warum er das Böse verursacht hatte. Und warum die anderen europäischen Staaten es nicht verhindert hätten, fragte ein Afghane. Das Foto eines Häftlings am Galgen kommentierten afghanische Schülerinnen, dass das wie in ihrer Heimat sei. Sie erkundigten sich bei Maria Lyamets von der jüdischen Gemeinde, ob sie vielleicht mit Holocaust-Überlebenden sprechen könnten. Eine Schweigeminute, jüdische und christliche Gebeten und der Hinweis auf den Pastor Paul Schneider, den „Prediger von Buchenwald“, schloss den Besuch ab.

Die Reise wurde gefördert vom Bundesministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Zuständig ist das Programm „Weisstduwerichbin“, über das wir schon 2016 eine erste Begegnung zwischen Flüchtlingen und der Jüdischen Gemeinde ausgestaltet hatten.

Fotos: Maria Lyamets, Olaf Glöckner


 

 

 

 

 

——–

Hier die Einladung:

In der Nazi-Zeit 1933-1945 wurden Juden und viele andere, die das Deutsche Reich verfolgte, in Konzentrationslager gesperrt. Die meisten sind dort ermordet worden. Heute sind manche Orte der Erinnerung, ähnlich wie Museen. Am nächsten an Chemnitz gelegen ist Buchenwald in Thüringen. Es liegt nah der Stadt Weimar. Die ist durch den Dichter Johann Wolfgang von Goethe berühmt.

Wir laden gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde Chemnitz ein zu einer Tagesreise nach Buchenwald und Weimar am Donnerstag, 27. Juli, 9 bis 20 Uhr. Hier erleben wir Schatten und Licht in der deutschen Geschichte. Wir fahren mit einem Bus. Die Fahrt ist gratis, nur Essen soll jeder mitbringen. Alle Informationen werden auf farsi und arabisch übersetzt.

In Vorbereitung der Reise veranstalten wir am Donnerstag, 20. Juli 2017, 18 Uhr, in der Jüdischen Gemeinde, Stollberger Straße 28, einen Informationsabend mit Vortrag. Es referiert Dr. Olaf Glöckner (Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam) zum Thema „Juden in Deutschland, die Katastrophe 1933-1945 und der Neubeginn.“ Zugleich werden Informationen über die Kulturstadt Weimar und Details für die Tagesreise bekanntgegeben.Wer mitfahren möchte, soll zu dem Vorbereitungsabend kommen.

Einen ersten Schritt zur Begegnung zwischen Flüchtlingen und jüdischer Gemeinde gingen wir Anfang Dezember. Die Reise ist ein zweiter Schritt. Weitere sollen folgen. Das Programm „Weisst du, wer ich bin?“ ermöglicht es finanziell. Das sind unsere Ziele, die wir in dne gemeinsamen Antrag geschreiben haben:

  • Basis-Informationen über die deutsche Geschichte mit Juden und fremden Kulturen, welche die Teilnehmer sonst nicht so schnell erhalten würden, angesichts des Asyl- und Integrationsprozesses, in dem sie sich befinden, wo so viele andere Inhalte an sie herangetragen werden. (Dass der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, im April 2017 vorschlug, KZ-Gedenkstätten mit Flüchtlingen zu besuchen, hat uns in der schon länger bestehenden Idee bestärkt.)
  • Lernen in einem Klima der Begegnung, des persönlichen Austauschs, der Ermutigung zu persönlicher Stellungnahme, handlungsorientiert – Abbau von bzw. Vorbeugung gegen Vorurteile
  • Erleben der jüdischen Gemeinde, der christlichen Brückenbauer und der muslimischen Teilnehmer gemeinsam auf dem Weg des tolerantem Zusammenlebens

1. AMIN-Treffen

Lasst uns eins sein: Christen planen gemeinsam Flüchtlingsarbeit

Zu ihrem ersten Treffen nach der der Konstituierung im vergangenen Herbst traf sich am 28. April die Chemnitzer Regionalgruppe der Arbeitsgemeinschaft Migration und Integration (AMIN) der Deutschen Evangelischen Allianz.

Etwa zwanzig Frauen und Männer aus Landes-, freikirchlichen und orthodoxen Gemeinden tauschten sich in der Chemnitzer Brücke über ihre Flüchtlingsarbeit aus. Das Treffen stand unter dem biblischen Motto „Lasst uns eins sein, damit die Welt glauben kann“.

Vertreten waren zum Beispiel die Gemeinde Kleinolbersdorf/Adelsberg, die Flüchtlingshilfe Süd, die Luthergemeinde, die methodistische Erlösergemeinde, die Koptische Kirche, die Baptisten, die Freie Evangelische Gemeinde und die Evangelische Freikirche Mittweida.

In der alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit steht die praktische Hilfe im Vordergrund, das Deutschüben, die Hilfen im Umgang mit den Ämtern, die Suche nach Arbeit, Nachhilfe für Kinder und gemeinsame Freizeitaktvitäten. Als AMIN-Gruppe werden zum Beispiel zwei Konferenzen mit iranischen Pastoren geplant. Dafür werden Chemnitzer Teams aus Iranern und Deutschen gebildet. Alle Termine stehen auf dem Stand der Planung schon in der Liste „Termine 2017“. Einer der Initiatoren ist John Malakuoti, Asylbewerber aus dem Iran, aus der Gemeinde Kleinolbersorf/Adelsberg.

AMIN-Referent Herbert Putz aus dem Siegerland stellte zwei evangelistische Projekte im Herbst vor, bei denen afghanisch- und arabischsprachige ehemalige Muslime jeweils in ihrem kulturellen Hintergrund den christlichen Glauben bekannt machen. Sie werden im Internet per Livestream übertragen.

Sorgen machen allen die Asylprozesse. Zum Beispiel Zaher Ataye aus Afghanistan, aktiv in der Luthergemeinde und in der Chemnitzer Brücke, wurde abgelehnt und klagt gegen den Bescheid.

Artikel im Sonntag

Herbert Putz, John Malakuoti, Klaus Girndt, Zaher Ataye (von links)

Termine 2017

Was ist los im neuen Jahr? Gemeinsam mit den Geflüchteten haben wir am 10.2. im Rahmen des Special Friday das Jahr in den Blick genommen. Was können wir gemeinsam planen, zum Beispiel Exkursionen? Woran können wir uns beteiligen? Weiter sind Einladungen sehr erwünscht!

Wir haben Termine gesammelt, die im Laufe der Zeit noch ergänzt und konkretisiert werden.

5.3. Friedenstag (Vorbereitung am 24.2. mit Katharina) – Friedenskreuz betreuen von 14-15 Uhr und ab 17 Uhr – wer macht mit?

20.3. Newruz

1.4. Workshop Asyl und Taufe, Einladung hier workshop-asyl-fuer-christen

2.4. Johannespassion in der Lutherkirche

5.4. Frühjahrsputz Hilbersdorf 14-16 Uhr, danach Pause in der Brücke und Deutschübe-Möglichkeit

15.4. Exkursion nach Leipzig (Förderung im Rahmen der Integrationsrichtlinie / Mikroprojekt wird beantragt), Orga: Abdul mit Hilfe von Olga

28.4. 16-19 Uhr Flüchtlingsarbeit deutschlandweit (AMIN-Gruppe)

20.5. Stadtteilfest in der Trinitatiskirche mit Musik und Tanz (Orga Irina) // wird auf September verschoben!

27.5. Fahrt nach Leipzig, Leipziger Kaffeetafel im Rahmen des Kirchentags, (Orga eines Tischs: Katharina) fiel wegen Krankheit aus

20.6. Tag des Flüchtlings Am Roten Turm, Stand der Chemnitzer Brücke

5.7. 10-16 Uhr Familienausflug in den Tierpark mit Checkpoint (Förderung im Rahmen der Integrationsrichtlinie / Mikroprojekt wird beantragt)

14.-16.7. Pastor Siamak Aminansour zum 2. Mal zu Gast, Taufen von Iranern in der methodistischen Erlösergemeinde, Dresdner Str. 111a/Ecke Klarastraße

20.7. Vorbereitung. 27.7. Durchführung: Tagesreise nach Buchenwald und Weimar

25. 7./ 29.8./26.9./24.10/28.11./ 16 – 17 Uhr: Monatliche Sprechstunde der Gäste der Brücke mit dem Bürgerpolizisten Frank Strachotta über Polizei, Gesetze, Kriminalität. Gelegenheit, Probleme anzusprechen. (Terminänderungen vorbehalten)

12.8. Geschenkfest Roter Turm – Aufbauhilfe und Stand mit Internationalen Bibeln
12.8. 2. Cup der Guten Hoffnung – Fußballturnier, Sportplatz der Sportjugend Chemnitz, Dittersdorfer Straße 12 in 09120 Chemnitz. Mannschaft ist angemeldet! Bericht vom Vorjahr

25.8. Interkulturelle Exkursion (mit Förderung des Landes) in die Kletterhalle am Konkordiapark

? 1.9. Hospiz-Spendenlauf

16.9. Eröffnung Interkulturelle Wochen auf dem Neumarkt mit Stand der Chemnitzer Brücke „Brot des Lebens international“ mit unterschiedlichsten Brotvariationen aus verschiedenen Ländern und
Bibeln in verschiedenen Sprachen.

22.-24.9. per Livestream christ4afghans.org

25.9. 14 Uhr „Welches Obst wächst im Herbst und wie bereiten wir es zu? Für alle
Koch- und Backinteressierten gemeinsam mit den Gästen der Brücke. Ab 16 Uhr
Kaffeepause mit Apfelkuchen etc. – offen für alle, die probieren wollen und sich mit den Gästen unterhalten wollen. (in der Brücke / im Programm der Interkulturellen Wochen)

6.-8.10. Farsi-Glaubenskonferenz mit Team von Jugend mit einer Mission (JMEM) in Chemnitz, wahrscheinlich in der FeG Kreherstraße

Herbst Fahrt nach Dresden in den Landtag, Anmeldung an chemnitz@volkmar-zschocke.de – Termin wird vom Juni verschoben!

31.10. Familienfest an der Schloßkirche

3.-5.11. von Nürnberg aus per Livestream übertragen Evangelisation arabischsprachiger ehemaliger Moslems

November: Besuch von Palästinenser für Veranstaltung mit arabischsprachigen Leuten, eventuell in der Lutherkirche

 

Asyl und Taufe

Eine Schlepperbande wurde aufgedeckt, die Iranern gegen Geld einen sicheren Weg zum Asyl als verfolgte Christen anbot. Das wirft ein Schlaglicht auf das heiße Thema Asyl und Taufe.

Wie erleben wir das? Zunächst müssen wir uns die Ausgangslage vergegenwärtigen: Menschen sind auf dem Weg zum Glauben, erhalten verschiedene Impulse. Und irgendwann entscheiden sie sich für Jesus und lassen sich taufen. In einem freien Land wie Deutschland – jedenfalls seit 1990 – mit vielfältigen christlichen Angeboten ist das eine persönliche Angelegenheit, für die Gemeinden und Missionswerke den Boden zu bereiten suchen.

Anders ist es für Menschen aus islamischen Ländern, aus islamischen Familien. Der Wechsel zum christlichen Glauben und das offene Praktizieren führen zu Verfolgung. Manche entscheiden sich für die Flucht nach Deutschland. Immer mehr Gemeinden haben solche Menschen in ihren Reihen.

Fakten und Probleme im Asylverfahren

Am 1. 4. 2017 hatte die AMIN-Gruppe einen Workshop zum Thema Asyl und Taufe: Wie können christliche bzw. konvertierte Asylbewerber am besten begleitet werden? Rechtsanwalt Matthias Waltermann gab aus seiner Praxis einen konzentrierten Überblick über die Materie des Asylverfahrens.

Für die Anhörung im Asylverfahren müssen Flüchtlinge, die Verfolgung aus Glaubensgründen angeben, glaubhaft machen, dass sie an Leib und Leben bedroht sind.

Wie können sie sich darauf vorbereiten? Was gilt, wenn sie erst nach der Ankunft in Deutschland getauft werden? Es gibt zwei Seiten, die juristische des Asylverfahrens und die seelsorgerliche Begleitung zur und nach der Taufe.

Dazu kommt die finanzielle Seite: wenn ein Anwalt nötig ist, müssen die Kosten getragen werden. Wird ihnen die Summe geschenkt, ist das illegal – sie müssten das Geld dem Sozialamt gegenüber angeben und erst für den Lebensunterhalt verbrauchen.

Es gibt die Idee, mit einer Ehrenamtsbescheinigung die Mitarbeit von Flüchtlingen in der Gemeinde oder in einer anderen christlichen Gruppe zu dokumentieren. Sie müssen neben der Taufbescheinigung weitere Belege sammeln, um ein aktives öffentliches Praktizieren des Glaubens zu dokumentieren. Es ist nicht nur aus seelsorgerlichen Gründen wichtig, sie in der Gemeinde einzubeziehen und zu ermutigen, ihren Glauben vielfältig zu leben, sondern auch für die juristische Seite.

Wenn ihnen eine Aufwandspauschale gegeben wird (für welche auch Spenden getätigt werden können), dann haben sie eine kleine Hilfe für die Anwaltskosten. Ca. 100 Euro dürfen sie legal im Monat bekommen. Wenn ihnen ein Vorschuss gegeben wird, können sie damit die Anwaltsrechnung gleich bezahlen statt sie in Raten zu 50 Euro wie oft üblich abzuzahlen. Sie bekommen also als Ehrenamtlicher z. B. über die Pauschale die Kosten für Handy und Fahrkarten ohne Nachweis ersetzt, weil sie das ja brauchen, um erreichbar zu sein. Dadurch haben sie mehr Geld frei für den Anwalt.

Und was gilt, wenn sie sogar erst nach einem abgelehnten Asylantrag zum christlichen Glauben finden? Dann wird ihnen erst einmal ein Missbrauch unterstellt, es sei denn, sie können glaubhaft machen, dass sie schon vorher auf diesem Wege zum Glauben waren.

Frühjahrsputz 2017

Wir haben uns am offiziellen Frühjahrsputz der Stadt beteiligt. Ein orangenes Auto kam und brachte Greifer, Säcke und Arbeitshandschule in der bestellten Stückzahl.

Zum angemeldeten Termin regnete es aber so sehr, dass wir erfolgreich um die Verschiebung um einen Tag baten. Am 5. April haben in einer guten Stunde mehrere Aktive Säcke gefüllt. Es hat Spaß gemacht! Und es ist eine Aktion im Sinne von Matthäus 5,16…