1. AMIN-Treffen

Lasst uns eins sein: Christen planen gemeinsam Flüchtlingsarbeit

Zu ihrem ersten Treffen nach der der Konstituierung im vergangenen Herbst traf sich am 28. April die Chemnitzer Regionalgruppe der Arbeitsgemeinschaft Migration und Integration (AMIN) der Deutschen Evangelischen Allianz.

Etwa zwanzig Frauen und Männer aus Landes-, freikirchlichen und orthodoxen Gemeinden tauschten sich in der Chemnitzer Brücke über ihre Flüchtlingsarbeit aus. Das Treffen stand unter dem biblischen Motto „Lasst uns eins sein, damit die Welt glauben kann“.

Vertreten waren zum Beispiel die Gemeinde Kleinolbersdorf/Adelsberg, die Flüchtlingshilfe Süd, die Luthergemeinde, die methodistische Erlösergemeinde, die Koptische Kirche, die Baptisten, die Freie Evangelische Gemeinde und die Evangelische Freikirche Mittweida.

In der alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit steht die praktische Hilfe im Vordergrund, das Deutschüben, die Hilfen im Umgang mit den Ämtern, die Suche nach Arbeit, Nachhilfe für Kinder und gemeinsame Freizeitaktvitäten. Als AMIN-Gruppe werden zum Beispiel zwei Konferenzen mit iranischen Pastoren geplant. Dafür werden Chemnitzer Teams aus Iranern und Deutschen gebildet. Alle Termine stehen auf dem Stand der Planung schon in der Liste „Termine 2017“. Einer der Initiatoren ist John Malakuoti, Asylbewerber aus dem Iran, aus der Gemeinde Kleinolbersorf/Adelsberg.

AMIN-Referent Herbert Putz aus dem Siegerland stellte zwei evangelistische Projekte im Herbst vor, bei denen afghanisch- und arabischsprachige ehemalige Muslime jeweils in ihrem kulturellen Hintergrund den christlichen Glauben bekannt machen. Sie werden im Internet per Livestream übertragen.

Sorgen machen allen die Asylprozesse. Zum Beispiel Zaher Ataye aus Afghanistan, aktiv in der Luthergemeinde und in der Chemnitzer Brücke, wurde abgelehnt und klagt gegen den Bescheid.

Artikel im Sonntag

Herbert Putz, John Malakuoti, Klaus Girndt, Zaher Ataye (von links)

Termine 2017

Was ist los im neuen Jahr? Gemeinsam mit den Geflüchteten haben wir am 10.2. im Rahmen des Special Friday das Jahr in den Blick genommen. Was können wir gemeinsam planen, zum Beispiel Exkursionen? Woran können wir uns beteiligen? Weiter sind Einladungen sehr erwünscht!

Wir haben Termine gesammelt, die im Laufe der Zeit noch ergänzt und konkretisiert werden.

5.3. Friedenstag (Vorbereitung am 24.2. mit Katharina) – Friedenskreuz betreuen von 14-15 Uhr und ab 17 Uhr – wer macht mit?

20.3. Newruz

1.4. Workshop Asyl und Taufe, Einladung hier workshop-asyl-fuer-christen

2.4. Johannespassion in der Lutherkirche

5.4. Frühjahrsputz Hilbersdorf 14-16 Uhr, danach Pause in der Brücke und Deutschübe-Möglichkeit

15.4. Exkursion nach Leipzig (Förderung im Rahmen der Integrationsrichtlinie / Mikroprojekt wird beantragt), Orga: Abdul mit Hilfe von Olga

28.4. 16-19 Uhr Flüchtlingsarbeit deutschlandweit (AMIN-Gruppe)

20.5. Stadtteilfest in der Trinitatiskirche mit Musik und Tanz (Orga Irina) // wird auf September verschoben!

27.5. Fahrt nach Leipzig, Leipziger Kaffeetafel im Rahmen des Kirchentags, (Orga eines Tischs: Katharina) fiel wegen Krankheit aus

20.6. Tag des Flüchtlings Am Roten Turm, Stand der Chemnitzer Brücke

5.7. 10-16 Uhr Familienausflug in den Tierpark mit Checkpoint (Förderung im Rahmen der Integrationsrichtlinie / Mikroprojekt wird beantragt)

7. 7. Beerenpflücken auf Reiners Plantage in Hilbersdorf (Orga Katharina)

14.-16.7. Pastor Siamak Aminansour zum 2. Mal zu Gast, Taufen von Iranern in der methodistischen Erlösergemeinde, Dresdner Str. 111a/Ecke Klarastraße

12.8. Geschenkfest Roter Turm, Stand mit „Brot des Lebens“ – verschiedene Brotsorten und internationale Bibeln?
12.8. 2. Cup der Guten Hoffnung – Fußballturnier, Sportplatz der Sportjugend Chemnitz, Dittersdorfer Straße 12 in 09120 Chemnitz. Mannschaft ist angemeldet! Bericht vom Vorjahr

1.9. Hospiz-Spendenlauf

(7.9. Firmenlauf)

16.9. Eröffnung Interkulturelle Wochen auf dem Neumarkt mit Stand der Chemnitzer Brücke

22.-24.9. per Livestream live4afghans

6.-8.10. Farsi-Glaubenskonferenz mit Team von Jugend mit einer Mission (JMEM) in Chemnitz, wahrscheinlich in der FeG Kreherstraße

Herbst Fahrt nach Dresden in den Landtag, Anmeldung an chemnitz@volkmar-zschocke.de – Termin wird vom Juni verschoben!

31.10. Familienfest an der Schloßkirche

3.-5.11. von Nürnberg aus per Livestream übertragen Evangelisation arabischsprachiger ehemaliger Moslems

November: Besuch von Palästinenser für Veranstaltung mit arabischsprachigen Leuten, eventuell in der Lutherkirche

 

Asyl und Taufe

Eine Schlepperbande wurde aufgedeckt, die Iranern gegen Geld einen sicheren Weg zum Asyl als verfolgte Christen anbot. Das wirft ein Schlaglicht auf das heiße Thema Asyl und Taufe.

Wie erleben wir das? Zunächst müssen wir uns die Ausgangslage vergegenwärtigen: Menschen sind auf dem Weg zum Glauben, erhalten verschiedene Impulse. Und irgendwann entscheiden sie sich für Jesus und lassen sich taufen. In einem freien Land wie Deutschland – jedenfalls seit 1990 – mit vielfältigen christlichen Angeboten ist das eine persönliche Angelegenheit, für die Gemeinden und Missionswerke den Boden zu bereiten suchen.

Anders ist es für Menschen aus islamischen Ländern, aus islamischen Familien. Der Wechsel zum christlichen Glauben und das offene Praktizieren führen zu Verfolgung. Manche entscheiden sich für die Flucht nach Deutschland. Immer mehr Gemeinden haben solche Menschen in ihren Reihen.

Fakten und Probleme im Asylverfahren

Am 1. 4. 2017 hatte die AMIN-Gruppe einen Workshop zum Thema Asyl und Taufe: Wie können christliche bzw. konvertierte Asylbewerber am besten begleitet werden? Rechtsanwalt Matthias Waltermann gab aus seiner Praxis einen konzentrierten Überblick über die Materie des Asylverfahrens.

Für die Anhörung im Asylverfahren müssen Flüchtlinge, die Verfolgung aus Glaubensgründen angeben, glaubhaft machen, dass sie an Leib und Leben bedroht sind.

Wie können sie sich darauf vorbereiten? Was gilt, wenn sie erst nach der Ankunft in Deutschland getauft werden? Es gibt zwei Seiten, die juristische des Asylverfahrens und die seelsorgerliche Begleitung zur und nach der Taufe.

Dazu kommt die finanzielle Seite: wenn ein Anwalt nötig ist, müssen die Kosten getragen werden. Wird ihnen die Summe geschenkt, ist das illegal – sie müssten das Geld dem Sozialamt gegenüber angeben und erst für den Lebensunterhalt verbrauchen.

Es gibt die Idee, mit einer Ehrenamtsbescheinigung die Mitarbeit von Flüchtlingen in der Gemeinde oder in einer anderen christlichen Gruppe zu dokumentieren. Sie müssen neben der Taufbescheinigung weitere Belege sammeln, um ein aktives öffentliches Praktizieren des Glaubens zu dokumentieren. Es ist nicht nur aus seelsorgerlichen Gründen wichtig, sie in der Gemeinde einzubeziehen und zu ermutigen, ihren Glauben vielfältig zu leben, sondern auch für die juristische Seite.

Wenn ihnen eine Aufwandspauschale gegeben wird (für welche auch Spenden getätigt werden können), dann haben sie eine kleine Hilfe für die Anwaltskosten. Ca. 100 Euro dürfen sie legal im Monat bekommen. Wenn ihnen ein Vorschuss gegeben wird, können sie damit die Anwaltsrechnung gleich bezahlen statt sie in Raten zu 50 Euro wie oft üblich abzuzahlen. Sie bekommen also als Ehrenamtlicher z. B. über die Pauschale die Kosten für Handy und Fahrkarten ohne Nachweis ersetzt, weil sie das ja brauchen, um erreichbar zu sein. Dadurch haben sie mehr Geld frei für den Anwalt.

Und was gilt, wenn sie sogar erst nach einem abgelehnten Asylantrag zum christlichen Glauben finden? Dann wird ihnen erst einmal ein Missbrauch unterstellt, es sei denn, sie können glaubhaft machen, dass sie schon vorher auf diesem Wege zum Glauben waren.

Kuchen und Kekse

Auch wenn nicht mehr so viele Flüchtlinge kommen wie vor einem Jahr, die bisherigen Bäckerspenden reichen nicht für die ganze Woche.

Täglich kommen bis zu 50 Flüchtlinge, so viele nur irgend Platz finden. Sie üben konzentriert die Anfangsgründe des Deutschen. Gegen 16 Uhr ist immer eine Pause – entspannen, genießen … Dafür brauchen wir Kuchen und Gebäck. Am Dienstag spendet ein Bäcker, am Montag, Mittwoch und Donnerstag suchen wir noch Spenden. Wer etwas für uns hat – am besten bis 16 Uhr an den genannten Tagen abgeben. Haltbare Backwaren auch täglich bis 17.30 Uhr ca.

Wer backt gerne? Wer hat etwas übrig? Ihr könnt anderen damit eine Freude machen und auf diese einfache Weise Gastfreundschaft üben.

Danke! Gottes Art der Globalisierung

Weihnachten steht vor der Tür – das große Fest für die Deutschen: Weihnachtsbaum, Stollen, Pfefferkuchen, Adventskalender, Christkindl-Markt, Wunschzettel, Glühwein, Weihnachtsoratorium…

Alles schöne „deutsche“ Begriffe und Traditionen, die sehr
beliebt und lebendig sind in diesen Tagen zwischen Alpen und Ostsee, Oder und Rhein.
Geschenke werden vorbereitet und in den Kirchen wurde wieder „Macht hoch die Tür“
gesungen. — Nur: Jesus war Jude, seine Eltern auch. Vielleicht war unter den Hirten auch ein
Araber und unter den Weisen ein Perser und ein Schwarzafrikaner? Mögen wir Deutsche
vielleicht Spitzenreiter sein in Sachen Weihnachten-Feiern, so ist doch klar, dass dieses Fest
Gottes Erfindung für alle Völker ist.
Gerade die Begegnung mit geflüchteten Menschen aus anderen Ländern, Völkern, Sprachen
und Kulturen bringt uns diesen göttlichen Weihnachtsduft besonders nahe. „Gott wird Mensch,
dir Mensch zugute“ – dir Tschetschne, Afghane, Araber, Hindu, Somali, Albaner… – „Gottes
Kind, das verbindt sich mit unserm Blute“. Weihnachten ist Gottes Art der Globalisierung:
Jeder ist gemeint und die Welt rückt zusammen um die Krippe. Möge Gott unsere Herzen
weit machen, nicht nur diesen Jesus zu empfangen, sondern auch den Menschen vor unserer Tür, mit dem ER sich verbunden hat.

In diesem Sinne gesegnete Weihnachtstage und herzlichen Dank für alle Unterstützung!

Pastor Albrecht Weißbach, Frank Schönfeld, Katharina Weyandt

Gesucht: 100 Schulpakete für Flüchtlingskinder in der Erstaufnahme

Update: Das war Maßarbeit – angesichts gesunkener Zahlen der Ankömmlinge brauchten wir weniger Schulbeutel als von den Maltesern geplant. Und genau so viel wie benötigt hatten wir zur Verfügung, ohne große Werbeaktionen.

Danke an alle, die auf die Bitte reagiert haben. Die Freude war groß. Hier seht Ihr einige Bilder.

 

Am 11. Dezember gestalten wir nachmittags in der Erstaufnahmeeinrichtung am Adalbert-Stifter-Weg eine Weihnachtsfeier. Die Malteser haben uns wieder dazu gebeten. Für die Kinder als Geschenke sammeln wir 100 Schulpakete: Schulsachen, Stifte, Radiergummi, Anspitzer, Malkasten, Hefte, Schnellhefter, Locher … was Kinder so brauchen. Abzugeben bis zum 1. Dezember in der Brücke, am besten zu den Öffnungszeiten mo-fr 14-18 Uhr.

Bitte möglichst Sachen wählen, die von der Optik für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet sind.

Zur Verpackung: entweder in einem Turnbeutel oder die Sachen für je 1 Kind in eine einfache Tüte (evtl. einige Teile bunt verpackt) – wir packen alles zum Verschenken in Stoffbeutel. So gibt es nicht so eine Menge an Verpackungsmüll.

Letztes Jahr konnten wir über 500 Päckchen weiterschenken, die ersten Anfragen von Spendern nach einer Wiederholung erreichten uns schon. Deshalb geben wir hoffnungsvoll die Bitte aus der Erstaufnahme weiter.

Wer möchte selbst an der Weihnachtsfeier mitwirken? Singen, Begegnung, … Bitte melden bei Albrecht Weißbach, vorstand@chemnitzer-bruecke.de

 

„Weisst Du, wer ich bin?“ 3.12.

Update: herzlichen Dank an Mascha Lyamets und Olaf Glöckner für die Abdruckgenehmigung ihres Berichts aus der Gemeindezeitung der jüdischen Gemeinde Chemnitz. Und danke für die Fotos.

So werden Brücken gebaut…
Erstes Treffen mit iranischen Christen in der Galerie „art-ECK“

Chemnitz ist spürbar bunter und lebendiger geworden, woran Zuwanderer aus unterschiedlichsten Kulturen einen großen Anteil haben. Und es gibt Vereine und Projekte, die dafür sorgen, dass sich Kulturen und Religionen kennenlernen, gegenseitige Vorurteile abbauen und am Ende vielleicht sogar Freundschaften entstehen. Zu den hierbei aktivsten Vereinen in unserer Stadt gehört „Brückenbauer e.V.“, eine christliche Organisation, die sich um Flüchtlinge aus verschiedensten Regionen der Welt kümmert. Anfang Dezember 2016 organisierte unsere Gemeinde zusammen mit den „Brückenbauern“ eine erste gemeinsame Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Programmes „Weißt Du, wer ich bin?“ –  „Kinder eines Vaters – interreligiöse Begegnung“ war der Abend am 3. Dezember in der Galerie „art-ECK“, beim Künstlerverein „Beseder“ in der Moritzstraße, überschrieben. Diesmal oblag es der Jüdischen Gemeinde, für die gekommenen Einheimischen und Flüchtlinge eine lebendige Einführung in die jüdische Tradition und Religion zu geben. Moderiert wurde der Abend von Mascha Lyamets im Verein mit Katharina Weyandt von „Brückenbauer e.V.“ Für die musikalische Begegnung mit dem Judentum sorgte der Chor unserer Gemeinde, souverän dirigiert von Taya Leyenson. Schabbatlieder wie „Lecha Dodi“ und „Adon Olam“ begeisterten die Gäste ebenso wie „Jedid Nefesch“ und „Osse Schalom“. Ein leckeres koscheres Buffet hatten Shenja Nalotova und Alona Zarubina vorbereitet. Freundlicherweise hatte sich auch unser Rabbiner Jakov Pertsovsky dazu bereiterklärt, an diesem Abend eine leicht verständliche und trotzdem sehr präzise Einführung in die Bedeutung des Schabbats sowie in dessen liturgische und rituelle Besonderheiten zu geben. Rav Pertsovsky sprach auch den Weinsegen, schnitt und verteilte Challa.

sam_0204Erstaunlicherweise waren die bereitgestellten Sitzplätze im „art- ECK“ schon frühzeitig allesamt belegt, jüngere Menschen verfolgten die Veranstaltung teilweise sogar im Stehen. Unter den Gästen waren viele junge Familien aus dem Iran und aus Afghanistan, viele von ihnen praktizierende Christen. Auch eine Reihe Chemnitzer Christen waren gekommen, die sich offenbar ebenfalls sehr für das Thema des Abends interessierten. Alle Vorträge und Statements, darunter auch eine Kurzdarstellung der russisch-jüdischen Zuwanderung und der jüdischen Strukturen im heutigen Deutschland durch Dr. Olaf Glöckner (Moses Mendelssohn Zentrum), wurden vom Deutschen ins Farsi übersetzt – denn die allermeisten Gäste waren erst vor kurzem aus dem Iran in die Bundesrepublik gekommen.

sam_0145Beim koscheren Buffet am Ende der Veranstaltung ergaben sich angeregte Gespräche, und insbesondere Rav Pertsovsky wurde von wissbegierigen Gästen geradezu umringt. Boris Ostrovsky und Ilja Kogan von „Beseder e.V.“ gaben ihrerseits bereitwillig Auskunft zur Geschichte der Galerie „art-ECK“ und zu aktuellen Projekten der hier arbeitenden Künstler.

sam_0199Niemand wollte am Ende glauben, wie schnell dieser Abend doch zu Ende gegangen war. Rasch wurde die Idee diskutiert, im Jahr 2017 weitere gemeinsame Veranstaltungen von „Brückenbauer e.V.“ und Jüdischer Gemeinde auf die Beine zu stellen. Viele Teilnehmer äußerten den Wunsch, bei der nächsten Zusammenkunft dann mehr über die Lebensgeschichten und das heutige Leben der iranischen Christen in Chemnitz zu erfahren. M.L./O.G.

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Einladung: Begegnung mit der Jüdischen Gemeinde Chemnitz – übersetzt auf Dari / Farsi

Samstag, 3. Dezember 2016, 17.30 -20.00 Uhr
Galerie ArtEck, Moritzstraße 39, 09111 Chemnitz (hinter dem Moritzhof an der Ecke Annaberger Straße)

Flüchtlinge aus Ländern des muslimischen Kulturkreises kennen das Judentum in der Regel nur im Kontext der Israel-Feindschaft ihrer Länder. Um ein anderes Verständnis zu gewinnen, brauchen sie Informationen über den jüdischen Glauben und jüdisches Leben hier.

Programm:

  • Vortrag des Rabbiners über Grundpfeiler der jüdischen Tradition,
  • Chor der jüdischen Gemeinde singt Gebete und andere Lieder
  • Kurzinfo über jüdische Zuwanderung nach Deutschland
  • Vorstellung des Künstlervereins “Beseder” von Gemeindemitgliedern, welche die Galerie betreiben
  • Buffet

Der Abend ist dank der Förderung durch das Projekt „Weisst Du, wer ich bin?“ kostenlos.

Weihnachtspaten gesucht!

Wer möchte mit Flüchtlingen gemeinsam die Festtage und die Tage zwischen den Jahren gestalten? Bitte Termine eintragen  http://doodle.com/poll/tf3bubtiifbkvktv  – und als Kommentar, was du anbietest. Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Zuhause oder unterwegs: Beschreibung des Einladenden und Angebots an die Brücke geben – wir suchen Interessenten (z. B. „Essen und Singen in Familie in Altchemnitz“, „internationales Beisammensein in der Gemeinde“)
Unter dem Motto „Ladet Fremde ein“ hatten wir schon im Sommer dazu aufgerufen, Bekanntschaften zu knüpfen, um Flüchtlinge einmal einzuladen. Wahrscheinlich gibt es schon Kontakte, die einfach privat zu Einladungen in der Weihnachtszeit führen. Aber wir bieten auch die Vermittlung an. Ihr könnt auch persönlich in der Brücke vorbeikomen und die Einladung aussprechen, am besten an einem der Freitage in der Adventszeit.
2. In der Brücke: Einen freien Nachmittag anbieten, um ein gemütlich-festliches-zeugnishaftes Programm mit jemand aus dem Team in der Brücke gestalten.

Vor allem an den Wochentagen, an denen die Brücke regulär auf sein könnte, suchen wir solche Weihnachtspaten.

 

 

 

1. Advent: Glaubenswochenende auf persisch

Wir blicken auf eine gelungene Begegnung und Glaubensschulung zurück. Am Freitag mit fast 40 Gästen, am Samstag mit etwa zwanzig im ganztägigen Workshop, mit zusätzlicher Kinderbetreuung (Danke, Olga!) und am Sonntag mit 25 deutschen und iranischen Gästen beim iranischen Essen nach einem vollen Gottesdienst. Am Freitag hielt Pastor Siamak einen Votrag über den Iran  in Geschichte und Gegenwart und die Lage der Christen. Am Sonntag predigte er deutsch und persisch. Sein Rat: weiter solche Veranstaltungen anbieten, damit die jungen Christen und Interessierten weiter lernen können.

 

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Immer mehr Menschen aus dem Iran interessieren sich für den christlichen Glauben. In etlichen Chemnitzer Gemeinden wurden schon welche nach Glaubenskursen getauft. Doch um im Glauben zu wachsen, ist es wichtig, Gemeinschaft zu haben, auch im größeren Kreis, und eine intensive Lehre zu hören. Deshalb laden die Brückenbauer in Gemeinschaft mit anderen Gemeinden zu einem Glaubenswochenende ein, was Sprachgrenzen überwindet. Es findet in der Muttersprache der Iraner (Farsi) statt. Diese Sprache (Dari) wird auch von vielen Afghanen gesprochen. Deshalb ist es eine Gelegenheit, auch diese große Gruppe von Geflüchteten einzuladen.

Das Thema ist „Jesus Christus – die Antwort auf die Fragen des Lebens heute! Wie können wir ihn verstehen und ihm folgen?“

Flyer mit Übersetzung

Zu Gast ist Pastor Siamak Aminmansour. Er wurde 1967 in Teheran geboren, kam dort mit 14 Jahren zum Glauben. Vier Jahre später begann er, Gemeinden zu gründen. Er lebte einige Jahre in Amerika, blieb aber immer in Kontakt mit den Untergrundgemeinden im Iran. Vor 15 Jahren kam er nach Deutschland und studierte Theologie in Reutlingen und Gießen. Er arbeitete dann mit
verschiedenen Missionsgesellschaften zusammen unter Asylsuchenden und Flüchtlingen und ist seit 2013 in der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Offenburg als Zweitpastor tätig.

Ort: Evangelisch-methodistische Erlöserkirche
Dresdner Str.111a, 09131 Chemnitz (Eingang Klarastr.)
Buslinie 21, Haltestelle Lieboldstraße

Freitag 25.11.16:
18 Uhr Imbiss (bitte gern etwas mitbringen)
19 – 21 Uhr Begegnung der Kulturen (zweisprachig)
Samstag 26.11.16:
10 Uhr „Warum Jesus?“ Lobpreis, Erfahrungen, Biblische Lehre
13 Uhr Imbiss (bitte gern etwas mitbringen)
15 Uhr „Freude am Glauben“ Lobpreis, Erfahrungen, Bibl. Lehre
18 Uhr Imbiss (bitte gern etwas mitbringen)
19 Uhr „Glaube und Wissenschaft“
Sonntag 27.11.16:
9.30 Uhr Persisch-deutscher Gottesdienst mit Kindertaufe
12 Uhr Imbiss
danach persönliche Gesprächsmöglichkeiten

Kinderbetreuung möglich, bitte melden.

Sprechstunde mit dem Bürgerpolizisten 29.11. ساعت سوال وجواب با پولیس مردمی

Der Polizist Frank Strachotta hält regelmäßig eine Sprechstunde in der Brücke ab, jeweils am letzten Dienstag im Monat um 16 Uhr. Das nächste Mal kommt er am 29. 11. 2016. Vielen Dank! Und wenn es zwischenduch eine Frage gibt, soll man ihm eine E-Mail schreiben: frank.strachotta@polizei.sachsen.de

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Am Freitag, 15. April 2016, ab 15 Uhr kommt der Bürgerpolizist zum Gespräch in die Brücke. Er heißt Frank Strachotta. Hier steht etwas über die Aufgabe von Bürgerpolizisten https://www.polizei.sachsen.de/de/21996.htm

Frank Strachota wird sich vorstellen und auf Fragen antworten. Die Gäste der Brücke, viele aus Afghanistan, kennen die deutsche Polizei noch nicht. Abdul Tareen wird übersetzen. Alle Interessierten auch aus der Nachbarschaft sind eingeladen.

– Diese Veranstaltung gehört zur Reihe der besonderen Freitagsangebote, in denen wir an Hand verschiedener Themen über deutsche Kultur und christlichen Glauben informieren. Danke an Bashir Hemat für die Übersetzung der Einladung auf Farsi.

ساعت 3 بجه بعداز ظهر روز جمعه 15 اپریل یک پولیس برای سوال و جواب به اینجا یعنی بروکه میاید. نام او فرانک شتاروته میباشد. این پولیس خود را معرفی می نماید و به سوالات شما جواب میگوید. مهمانان اینجا یعنی بروکه که بیشتر شان افغان هستند, تاکنون شناسایی به کار و وظیفه پولیس آلمان ندارند هموطن افغانی شما عیدالتارین این سوال و جواب را ترجمه میکند. ما تمام علاقمندان و همسایه ها و دوستان شان را صمیمانه دعوت مینماییم.

این محفل به روز جمعه مربوظ میباشد. درین چنین محافل برای شما در مورد کلتور آلمان و عقاید مسیحی برای شما معلومات داده میشود.  برای شما در مورد