Sport und Begegnung

Die Junge Gemeinde Glösa hat unter Leitung des Gemeindepädagogen Matthias Tittel schon seit ca. drei Jahren ca. regelmäßig Begegnungstreffen mit den Gästen der Chemitzer Brücke durchgeführt. Da kamen Jugendliche der Kirchgemeinde und machten gemeinsame Aktionen mit Flüchtlingen, Kreativsein, Backen, Sport, alles, was ohne Sprachbarrieren möglich war.

Am Ende hat sich heraus kristalllisiert, dass das gemeinsame Sporttreiben und das gemeinsame Essen anschließend die Form ist, die beiden  Seiten am meisten Freude gemacht hat.

Daraus entstand der Wunsch von Seiten der Flüchtlinge, regelmäßiger Sport machen zu können.

Wir haben nach Möglichkeiten gesucht und sind bei Ev. Schulzentrum auf offene Türen gestoßen. Die Schule würde uns einem Sportlehrer als zeitweiliger Trainer vermitteln. Auch jemand aus der Methodistengemeinde Hilbersdorf unterstützt uns.

Jeden Montag von 17 Uhr bis 19.30 Uhr finden die Begegnungen statt. Zuerst wird gemeinsam Sport getrieben, etwa Volleyball oder Fußball, anschließend ist Zeit zu Begegnung, Gesprächen, gemeinsamen Essen in der Brücke. Wir wollen uns auch vernetzen mit Sportvereinen und bei regionalen Turnieren wie dem „Cup der guten Hoffnung“ o. ä. wieder mitmachen. – Für dies Projekt bekommen wir einen Zuschuss für die Hallenmiete und einige Sachkosten im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz.

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Die Brücke braucht Geld

Wir brauchen mehr Geld, um die laufende Arbeit zu finanzieren. Was wir im Weihnachts-Rundbrief geschrieben haben, gilt weiter. Herzlichsten Dank allen, die gespendet haben.  Jeder Betrag auf unser Konto ist ein wichtiger Baustein für die Brücke. (Bitte Adresse/ Mailadresse nennen, damit wir danken können.)

BRÜCKENBAUER CHEMNITZ e. V.
IBAN: DE72 8705 0000 0710 037864

Asyl: 90 % der Christen werden abgelehnt

Das Wächterrufgebet ist eine Bewegung, die mit Informationsbriefen zum Gebet für Politik und Gesellschaft aufruft. Im Gebetsbrief vom März 2018 wird deutlich über die veränderte Lage bei der Asylpraxis informiert. Wir hatten vor kurzem in Bezug auf die Spenden darauf hingewiesen. Hier lesen wir, dass es keine Einzelfälle sind.

„Seit Ende 2016 beten wir für christliche Konvertiten in Deutschland, deren Asylanträge schon damals in großer Zahl durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt wurden. In der Folge gab es Gespräche mit dem damaligen Leiter des BAMF und dessen Nachfolgerin Jutta Cordt und es wurden Dutzende Ablehnungsbescheide zur Überprüfung eingereicht. Die Bescheide wurden von der Beschwerdestelle des BAMF trotz eingestandener Fehler in aller Regel nicht revidiert. Mittlerweile erhalten etwa 90% der christlichen Antragsteller aus dem Iran und Afghanistan Ablehnungsund Abschiebebescheide.
Das BAMF entscheidet damit verfassungswidrig, gegen die Genfer Flüchtlingskonvention und liefert christliche Konvertiten Tod und Verfolgung in ihren islamischen Herkunftsländern aus. In den Textbausteinen der Begründungen wird regelmäßig die Ernsthaftigkeit des Glaubensübertritts in Zweifel gezogen.
Es wird die Sogwirkung einzelner Kirchen und muttersprachlicher Taufkurse herausgestellt und „dass die „Einlassungen des Antragstellers bzgl. des Christentums floskelhaft sind“. Pfarramtliche Bescheinigungen werden ignoriert, den zuständigen Pfarrern Falschaussagen und Beihilfe zum Asylbetrug unterstellt.
Etwa zwei Drittel der Ablehnungsbescheide landen vor den Verwaltungsgerichten, wo fast die Hälfte der Klagen gegen Asylbescheide Erfolg hat. Allerdings geht das BAMF regelmäßig in Berufung und gewinnt häufig in zweiter Instanz.
Gebet:

  • Dass wir als Leib Christi aus der Lähmung aufstehen und unsere verfolgten Geschwister und deren Seelsorger aktiv unterstützen (Gal 6,9f)
  • Für umfassenden Schutz der Konvertiten in Deutschland (Eph 6,1)
  • Für den neuen Innenminister: dass Asyl nach Recht und Gesetz angewiesen und durchgesetzt wird (Micha 7,8-10)“

Eine der Quellen dafür ist diese ausführliche Stellungnahme der SELK „Wo bleibt der Aufschrei des Entsetzens in diesem Land?“ vom 30. Januar 2018.

Wie kann ich Dir helfen? Spenden direkt

Immer mehr Flüchtlinge brauchen einen Anwalt. Zum Beispiel, weil sie in Deutschland gar kein Asylverfahren bekommen, in dem sie ihre Gründe für die Flucht darlegen können. Sondern sie waren zuvor in einem anderen europäischen Land und werden nach den Regeln des Dublin-Abkommens direkt dorthin zurück geschickt. Oder ihr Weg zum christlichen Glauben wird nicht anerkannt. Wir helfen durch Vermittlung zu Anwälten, Gebet und diverse andere Unterstützung. Für die Anzahlung brauchen die Hilfesuchenden 50-100 Euro.

Dafür und für andere Nothilfen können zweckgebundene Spenden geleistet werden. Wenn jemand einer Person helfen will, kann er eine Spende mit dem entsprechenden Betreff überweisen (bar in absoluten Ausnahmefällen).

Über eine E-Mail an info@chemnitzer-bruecke.de oder auf anderem Wege wird die Buchhaltung schriftlich über die Spende und die gewünschte Auszahlung über wen informiert. Zum Beispiel: Spende für Ahmed von Rudi, Auszahlung über John. John bezahlt dann z. B. eine Anwaltsanzahlung und sendet die Quittung des Anwalts bzw. den Zahlungsbeleg an die Buchhaltung. Wenn der Anwalt einverstanden ist, wird der Betrag direkt auf sein Konto eingezahlt.

Wenn Rudi eine Spendenquittung möchte, muss die Adresse an die Buchhaltung gegeben werden. Bis 200 Euro reicht dem Finanzamt der Zahlungsbeleg.

Für uns ist auf jeden Fall Rudis Mailadresse wichtig, um uns bei ihm zu bedanken.

– Natürlich können auch Spenden ohne Nennung einer bestimmten Person geleistet werden. Aber da bitten wir lieber um ganz freie Spenden. Denn was nützt es, wenn zwar Geld für den Anwalt da ist, aber kein Mitarbeiter, der sie dahin beim ersten Mal begleitet? Der die Fälle sammelt, um mit anderen in der Brücke zu beraten, wie wem auf welche Weise am besten geholfen werden kann?

Wenn Sie spenden möchten und Fragen haben, melden Sie sich gerne per E-Mail an info@chemnitzer-bruecke.de, wir rufen Sie zurück.

Iranische Konferenz in Chemnitz

Bild von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Iranische Konferenz in Chemnitz
Thema: Die Auswirkung Jesu in unserem Leben

Samstag, 10. Februar 2018

mit Pastor Amal Hassanzadeh und einer vierköpfigen Worship-Band

Pastor Amal ist Gründer und Pastor der iranischen Gemeinde Ludwigsburg und seit 2004 Missionar bei OM Operation Mobilisation. Aus dem XENOS-Team Heilbronn hat er lange Jahre Erfahrung, gemeinsam mit einem deutschen Mitarbeiter eine christliche Arbeit unter Flüchtlingen zu leiten.

Die Konferenz beginnt um 10 Uhr in der Freien Evangelischen Gemeinde, Kreherstraße 94, 09127 Chemnitz.
10 bis 12 Uhr: Lobpreis und Vortrag
12 bis 13:30 Uhr: Mittagessen und Pause
13:30 bis 15 Uhr: Lobpreis und Vortrag
15 bis 15:30 Uhr Kaffee und Kuchen und Pause
15:30 bis 17:30 Lobpreis und Vortrag
17:30 bis 18 Uhr Abendbrot
18 bis 19 Uhr Freedom Talk, Frage und Antwort.
Kostenbeitrag für Essen und Fahrtkosten als Spende (Richtwert 10 Euro)

Anmeldungen bei John, Chemnitzer Brücke, 0171/200 9 442

Im Rahmen der Beratungen zu unserer AMIN-Arbeit wurde dieser geistliche Input für unsere iranischen und afghanischen Geschwister organisiert. Er dient auch der Vernetzung für die iranischen Gruppen in unterschiedlichen Gemeinden.

Zwischen gestern und morgen

Weihnachten und den Jahreswechsel erleben wir alle besonders Heimat und Verwurzelung oder Fremdheit und Neuorientierung.

Am 11.12. wurde die „längste Nacht“ in der Brücke gefeiert, ein wichtiges traditionelles persisches Fest.

Nach Weihnachten haben wir uns mit der Geschichte befasst. Am 28. 12. hatten wir eine Führung im Archäologiemuseum. Am Tag zuvor hat John eine Einführung gehalten – er ist ja Experte für alte persische Geschichte. Alle waren sehr interessiert. 

 

 

 

In der Sonderausstellung zu Tod & Ritual haben wir Farsi-Spuren hinterlassen. Und Bardia hat einfach seine Sicht in einem Bild als Botschaft hinterlassen. Geht hin und seht es euch an!

Und am 29. und Folgeterminen ging es darum, wie wir unsere eigenen Termine im Blick behalten können. Wer kennt Locher und Heftstreifen als Hilfe, die Papiere zu sortieren?

Für Eintritt und Essen und Locher etc. konnten wir einen kleinen Zuschuss bei der Stadt beantragen (über Mittel des Landes Sachsen). Danke!

 

Frohe Weihnachten!

Dies Jahr feiern wir Weihnachten besonders intensiv. Wir waren im Tietz mit einem Stand bei der Interkulturellen Weihnachtsfeier. Wir haben christliche deutsche Weihnachtslieder gesungen (Albrecht übt hier gerade) und Andrea hat angeleitet, Tütensterne zu basteln. So viele haben begeistert geklebt und geschnitten, dass wir manche Sterne noch verschenken konnten.

Und dann haben wir wie in den Vorjahren die Weihnachtsfeier in der Erstaufnahme gestaltet.

Ein Iraner und ein Afghane haben am Freitag zuvor beim Befüllen der Geschenktüten in der Brücke geholfen. Wir hatten viele liebevoll zusammengestellte Spendentüten bekommen. Und als es dann hieß, es sind weit mehr Kinder da als erwartet, halfen uns Kathi und ihr Verein God is good, den nicht kleinen fehlenden Rest zu besorgen.

Unser neuer Mitarbeiter John und seine Familie haben mit iranischen Ehrenamtlichen am Heiligabend in der Brücke eine Weihnachtsfeier für Familien gestaltet, die in Flüchtlingsunterkünften leben.(Als 55 Leute schließlich im Raum waren, hat keiner mehr ans Foto gedacht.)

Albrecht und Andrea und Katharina und andere luden in ihre Wohnungen ein. Es macht Freude, die Weihnachtsfreude mit anderen zu teilen!

Unser Weihnachts-Rundbrief ist verschickt. Leite ihn gern weiter an Freunde und Verwandte. Wir können jede einzelne Spende sehr gut gebrauchen.

Internationale Gemeinde spendet

Die kleine internationale Gemeinde in der Theaterstraße 76 hat sich entschieden, die Chemnitzer Brücke regelmäßig finanziell zu unterstützen. Heute waren wir da, um Danke zu sagen und die Arbeit vorzustellen. In einer Etage sind die Räume, ein Saal mit vielleicht 100 Stühlen, Kinderräume, eine Küche, in der hinterher Tee und Kuchen angeboten wurden, und anderes. Wir wurden herzlich begrüßt.

Wir hatten die Zeit, in der sonst gepredigt wird. Der südkoreanische Pastor ist zur Zeit in Korea. Frank Schönfeld und unser Mitarbeiter John lasen abwechselnd auf deutsch und Farsi das Evangelium (Mt. 25), in dem Jesus sagt, wonach er am Ende der Zeit richten wird. „Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen“, dieser Satz, eine der Grundlagen unserer Arbeit, kommt darin vor. Dann hat Frank eine spontane Kurzpredigt dazu gehalten, die Mehrdad ebenso spontan auf Farsi übersetzt hat. Denn außer Johns Familie waren auch viele christliche Iraner mitgekommen. Eine Premiere in jeder Hinsicht! Anschließend erklärte Katharina Weyandt an Hand einiger Bilder die Arbeit in der Brücke und darüber hinaus. Sie und Frank lasen zum Abschluss unser Leitbild vor. Außerdem wurde die AMIN-Gruppe vorgestellt.

Viele einzelne Gespräche schlossen sich an. Es ist beeidruckend, wie so eine Gemeinde, die selbst vorlebt, dass der Leib Christi International ist, und die ihre Arbeit durch Spenden finanziert, an ein Werk wie die Brücke abgeben will. Wir danken auch für die Gebete und den Segen.