12./13.10. Wochenende für Farsi-Sprechende

Einladung zum Jüngerschaftswochenende für Farsi-Sprechende

Fr. 12.10. 2018 von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr und
Sa . 13.10.2018 von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr
in den Räumen der Michaeliskirche (Annaberger Str. 249, 09125 Chemnitz)

 An diesen Tagen wird Mohsen Kornelsen von JMEM Hurlach einen ܜberblick über die Zusammenhänge zwischen dem Alten und dem Neuen Testament geben. Wir werden zusammen Lobpreis auf Farsi haben und Gemeinschaft pflegen.

Wir bitten um einen Unkostenbeitrag von mindestens 10,00 Euro für beide Tage. Für Verpflegung ist gesorgt. Um eine Anmeldung wird gebeten, entweder bei Anja Brosi  0163- 199 89 87 oder bei Massumeh 0152 186 98 404.

Veranstalter ist Brückenbauer Chemnitz e. V. 

In die Chemnitzer Brücke kommen immer neue Flüchtlinge unterschiedlicher Religionen. Aber zu unserem Auftrag gehören auch weiterführende Angebote, leicht erreichbar, für die, die sich dem  christlichen Glauben zugewandt haben. Deshalb war Mohsen Kornelsen schon in einem Team im Oktober 2017 in Chemnitz. Jetzt wurde er zum zweiten Mal eingeladen.

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Termine 2018

Was ist los im neuen Jahr? Gemeinsam mit den Geflüchteten haben wir das Jahr in den Blick genommen. Was können wir integriert in das Deutschlernen gemeinsam planen, zum Beispiel Exkursionen? Woran können wir uns beteiligen? Einladungen zu Veranstaltungen oder Ausflügen sind sehr erwünscht!

Wir haben Termine gesammelt, die im Laufe der Zeit noch ergänzt und konkretisiert werden.

Regelmäßig Sonntags 18.30 Uhr gottesdienstliche Feier / Gebet in der Erstaufnahme Adalbert-Stifter-Weg,

Regelmäßig Montags bis Freitags ab 14 Uhr  Deutschlernen (Sachkosten z. T. gefördert im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz) 16 Uhr Offene Kaffeepause – Gäste willkommen!

Regelmäßig montags 17 Uhr Sport im Ev. Schulzentrum mit der JG Glösa (Sachkosten gefördert im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz)

Regelmäßig meistens Freitags in der normalen Öffnungszeit integriert in den Deutschunterricht praktische Thema, Organisation, Planen, … was gerade ansteht, mit Katharina

Regelmäßig am letzten Dienstag im Monat ca. 16 Uhr Sprechstunde mit dem Bürgerpolizisten Frank Strachotta über Polizei, Gesetze, Kriminalität. Gelegenheit, Probleme anzusprechen.

Samstag, 27.1.2018 gemeinsame Fahrt ab 7.45 Uhr Hauptbahnhof zu einem ELAM-Seminar in der Urgemeinde Dresden, mit John, Katharina, Zaher und anderen

30.1.2018 bis Anfang Juni 2018 in der Brücke: Der Weg der Wahrheit – Al-Masira –Mischung aus Al-Masira-Videos und Gesprächsabenden, mit Anja und Daniel und John und Nasrin (Essen) und Albrecht, gefolgt seit Mitte Juni vom gemeinsamen Bibelstudium in Farsi/Deutsch am Dienstag Abend mit Mohsen, Massumeh, Anja und Daniel – wegen der großen Teilnehmerzahl verlagert in die Erlöserkirche. Gefolgt von neuem Al-Masira-Kurs (Montags) und Bibelkurs (Freitags) in der  Erlöserkirche in Verantwortung der Farsi-Glaubensarbeit der Brückenbauer Chemnitz e. V.

Samstag, 10.2.2018 in der FEG Kreherstraße persischer Seminartag, Begegnung, Bibelvertiefung, Gebet, mit John und persischem Pastor aus Stuttgart

Winterferien für die Schulkinder 12.-23.2. 2018: mit Johns Sohn Bardia und anderen Kindern wollen wir ein Ausflugsprogramm machen – Chemnitzer Museen etc.

Mittwoch 21.2. 2018 Einladung nach Dresden in den Landtag durch Volkmar Zschocke/ Petra Zais MdL BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

2.3. Brückenabend für Aktive in der Brücke

4.3. Iranisches Essen und Vorstellung der Brücke nach dem Gottesdienst in Kleinolbersdorf /Adelsberg

Montag, 5.3. Friedenstag (Vorbereitung am 2.3. mit Katharina) – Friedenskreuz betreuen, Kundgebung, Gottesdienst

Mittwoch 21.3. 10-16 Jobmesse in der Community4you-Arena

28.3. Brückenabend für Aktive in der Brücke

Freitag, 13.4. Frühjahrsputz Hilbersdorf 14-16 Uhr, danach Pause in der Brücke – Aktion im Rahmen des offiziellen Frühjahrsputz mit dem ASR

12.4. 18-20.30 Uhr Planungen gemeinsam zur Flüchtlingsarbeit (AMIN-Gruppe)

20.4. 12 Uhr in der Jacobikirche Gebet für den Iran

Montag, 30.4. 2018 Kulinarisches Festival „Liebe geht durch den Magen“ im Rahmen des Stadtjubiläums 875 Jahre in der der Markuskirche Sonnenberg – vor allem diejenigen, die auf dem Sonnenberg wohnen, sind zum Mitbringen von Essen eingeladen.

26. 5. Mitarbeitertag in Zusammenarbeit mit der Jugendkirche
Es finden Seminare, Workshops und Austausch zu folgenden Themen statt:
– Muslime verstehen, lieben, gewinnen.
– Wie kann ich über Jesus mit Muslimen reden?
– Das Thema Israel und das Volk der Juden mit Menschen aus muslimischer Sozialisation besprechen.
Dafür haben wir eine christliche Araberin als kompetenten Gast eingeladen, die aus persönlicher Erfahrung berichten und reflektiert schulen kann.

6.6.10-14 Uhr Integrationsmesse im Tietz

6.6. 15-18 Uhr Parkfest mit dem Checkpoint, Scharnhorstplatz / Naumannstraße

20.6. Tag des Flüchtlings Am Roten Turm, Picknick der Chemnitzer Brücke im Park daneben

21.6. 17 Uhr, Fortbildung für Ehrenamtliche und Flüchtlinge mit Anwalt Matthias Waltermann

29.6.2018 – Vor fünf Jahren feierte die Chemnitzer Brücke feierliche Einweihung! Wir feiern das im Rahmen der Interkulturellen Wochen nach.

9. Juli bis 10. August Die Brücke ist geschlossen! Da John endlich einmal mit seiner Familie in den Ferien Urlaub machen möchte, haben wir das erste Mal eine Schließzeit. Nur dienstags ist geöffnet. Es wird Verabredungen zu gemeinsamen Unternehmungen geben.

18.8. Geschenkfest Roter Turm – Aufbauhilfe und Stand mit Internationalen Bibeln (mit Albrecht)

22.8. 18 Uhr Mitgliederversammlung und Vorstandsneuwahl Brückenbauer Chemnitz e. V.

2.9. 16 Uhr Kundgebung der Kirchen mit unserer Unterstützung

14. 9. 16-19 Uhr Danke-Feier für 5 Jahre gute Nachbarschaft: Seit fünf Jahren ist die Chemnitzer Brücke eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für Flüchtlinge an der Frankenberger Straße / Ecke Helmholtzstraße. Im Jubiläumsjahr der Stadt Chemnitz feiern wir „Gastfreundschaft und Nächstenliebe – damals wie heute aktuell“. Wir sagen „Danke“ an die Nachbarschaft für alle Hilfe und Freundlichkeit. Und wir wollen mehr Nachbarinnen und Nachbarn persönlich kennen lernen. Programm: Rückblick mit Bildern, Getränke und Imbiss.

22.9. Eröffnung Interkulturelle Wochen auf dem Neumarkt mit Chemnitzer Brücke: an vier Stellen sind wir vertreten – 1. Infos über die Arbeit der Brückenbauer Chemnitz e. V. unter dem Motto „Gastfreundschaft und Nächstenliebe – damals wie heute aktuell“ am Stand der kirchlichen Flüchtlingsarbeit, 2. Bibeln und christliche Literatur in vielen Sprachen – von Hebräisch, Griechisch und Latein bis Französisch, Farsi, Vietnamnesisch im Zelt „Vokabularium“, 3. im Artarium mit Künstler Khalil aus dem Iran und 4. im Aktionspavillon um 15.55-16.25 Uhr mit unserer Präsentation zu „Fünf Jahre Chemnitzer Brücke“, ergänzt um Bilder von Künstlern.

23.9. 14 Uhr Erntedankfest in Ebersdorf mit Beteiligung der Chemnitzer Brücke, iranische Spezialitäten vom Grill im Rahmen des Stadtjubiläums, eritreische Kaffeezeremonie, und des Projekts „Flüchtlinge als Brückenbauer“, Mitwirkung im Gottesdienst

29. 9. Lobpreisgottesdienst Farsi-Deutsch ab 19 Uhr in der Erlöserkirche Chemnitz, Dresdner Str. / Ecke Klarastraße.

4. 10. AMIN-Treffen 18 Uhr zu Fragen einer sachsenweiten christlichen Flüchtlingskonferenz und der Vernetzung mit den Gemeinden

12. -13. 10. Farsi-Gottesdienst-Team plant ein Seminar mit Mohsen Cornelsen aus Hurlach in der St. Michaeliskirche.

13. 10. Lobpreisgottesdienst Farsi-Deutsch ab 19 Uhr in der Erlöserkirche Chemnitz, Dresdner Str. / Ecke Klarastraße.

21.11. Fahrt nach Buchenwald und Weimar mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde

24.11. Lobpreisgottesdienst Farsi-Deutsch ab 19 Uhr in der Erlöserkirche Chemnitz, Dresdner Str. / Ecke Klarastraße.

16.12. Weihnachtsfeier in der Erstaufnahme

Freitag/Samstag 21./22.12. Lange Nacht, Feier am 22.12. in der Chemnitzer Brücke mit Mitgliedern der jüdischen Gemeeinde als Gäste

 

 

Danke-Feier für 5 Jahre gute Nachbarschaft

Danke an alle, die mitgeholfen haben, die gekommen sind, zum Feiern und interessierten Nachfragen. U. a. war Pastorin Dr. Magdalena Herbst aus der Trinitatiskirche da, Pastor Bernard Millard von der Freien Ev. Gemeinde als Leiter des Missionsrings sprach ein Grußwort, Pastor Albrecht Weißbach blickte zurück auf die fünf Jahre, Alke Schmidt und ihr Kollege Gabriel von der Städtischen Philharmonie brachten ein Ständchen, Olga Schlund als ehemalige FSJ’lerin kam zu Besuch, etliche Leute aus der Nachbarschaft. Auch vor der Tür wurden spezielle iranische Limonade und Infos verteilt. „Das schmeckt so lecker!!“ schwärmten zwei Mädchen“. Eine Begegnung mit etwas Fremden, was ihnen gefällt – ein Baustein für die Brücke zu Fremden überhaupt.

Danke für die Fotos an Hellfried Malech vom Sonnenberg!

Unsere Einladung:

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn der Frankenberger Str. 75, seit fünf Jahren ist die Chemnitzer Brücke eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für Flüchtlinge an der Frankenberger Straße / Ecke Helmholtzstraße. Sie als Nachbarn sind am nächsten dran, deshalb wollen wir zu unserem kleinen Jubiläum zu allererst Sie einladen. Wir sind gespannt, die Menschen in der Nachbarschaft kennen zu lernen. Vielleicht waren Sie schon einmal in der Brücke, vielleicht hat es sich auf noch nicht ergeben. Der 14. 9. ab 16 Uhr ist eine Gelegenheit.

Wir sagen „Danke“ an die Nachbarschaft und die Unterstützer aus Stadt und Gemeinden für alle Hilfe und Freundlichkeit. Im Programm: Rückblick mit Bildern, Grußworte (ab 17 Uhr), Getränke und Imbiss. Sich persönlich zu begegnen, ist der beste Weg zum friedlichen Zusammenleben. Das brauchen wir gerade jetzt.

Was ist jetzt zu tun?

Das ist die Frage nach dem Tag, an dem zigtausende zu einem Protestkonzert gegen Ausländerfeindlichkeit in der Stadt waren: Was ist jetzt zun tun?

Zaher, Katharina und Massumeh bei der Kundgebung

Wir haben dazu schon am Sonntag bei der Kundgebung der Kirchen gesagt:

  1. Helft mit bei der Orientierung in Deutschland, zum Beispiel beim Deutschüben in der Brücke.
  2. Geht extra freundlich auf Menschen zu, die „ausländisch aussehen“. Damit helft ihr ihnen und euch selbst, wenn ihr an einem Klima der Liebe mitwirkt.
  3. Ändert Gesetze an der richtigen Stelle. 99 % zu 1 % oder egal wie man es zählt, die allermeisten Menschen, die aus anderen Ländern geflüchtet sind, sind keine Straftäter. „Dass alle in einen Topf geworfen werden, macht uns traurig.“So hat es Zaher aus Afghanistan am Sonntag vor den 1000 Leuten auf dem Markt formuliert.
    Die Regierung redet aber immer nur davon, dass allgemein mehr Leute abgeschoben werden müssen. So, als deute der Status „geduldet“ per se darauf hin, dass die Person etwas falsch gemacht hat. Das war auch in diesem Interview zu lesen. Nein, das betrifft genauso Christen, die eine Ablehnung kriegen.
    Ja, das Asylrecht und unser Rechtsstaat sind kompliziert. Deshalb werden Flüchtlinge, die eine Gewalttat begangen haben, nicht automatisch abgeschoben. Aber warum nicht, fragen Flüchtlinge selbst. Wenn das Gesetz das nicht hergibt, dann kann es geändert werden. Beim Recht auf Familiennachzug wurde das – leider – doch auch gemacht. Wenn es an dieser entscheidenden Stelle nicht geändert wird und statt dessen allgemein mehr abgeschoben wird, schadet man der Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen und entmutigt alle, die sich anstrengen, sich hier zu integrieren.

Wichtig: Es geht nicht nur um uns, überall lohnt es sich, Flüchtlingen zu helfen und die zu unterstützen, die sich für sie stark machen.

 

Wir in Chemnitz nach dem Mord an Daniel H.

Dass zwei Asylbewerber aus Syrien und dem Irak festgenommen wurden unter dem Verdacht, am 26.9.18 den Chemnitzer Daniel H. erstochen zu haben, was zum Aufruf rechter Gruppen führte, gegen Flüchtlinge allgemein zu demonstrieren, hat in der Brücke Trauer und Angst ausgelöst. Sana aus Syrien (links) war besonders erschüttert. Wir haben im Rahmen des Gebets vor der Pause am Tag danach dafür gebet, parallel zum Friedensgebet in der Jakobikirche.

Am nächsten Tag war der Bürgerpolizist Frank Strachotta zu seiner monatlichen Sprechstunde da. Er hat die Flüchtlinge davor gewarnt, alleine abends unterwegs zu sein.

Wir beten gemeinsam um Schutz, Weisheit und Mut. Wir klären die Flüchtlinge auf über die Hintergründe und ermutigen, auf dem Weg weiterzumachen, mit Deutschen Kontakt zu knüpfen.

Wir beteiligen uns am Gebet für die Stadt, das vom Missionsring aus organisiert wird. Und wir wirken mit an der Kundgebung am 2. September, 16 Uhr, auf dem Neumarkt. Wir werden dazu aufrufen, gerade jetzt Flüchtlingenzu helfen, Deutsch zu lernen, gerade jetzt an der Seite derer zu stehen, die sich hier gut einbringen wollen.

Hier die Presseinformation für die Kundgebung „Wir in Chemnitz – aufeinander hören, miteinander handeln“.
Unterstützer:
Chemnitz, Stadt der Moderne
Römisch-katholische Pfarrei Heilige Mutter Theresa Chemnitz
Städtische Theater Chemnitz
Industrie- und Handelskammer Chemnitz
Handwerkskammer Chemnitz
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens
Bürgerverein für Chemnitz
Die Evangelische Allianz
Chemnitzer Fußballclub
Deutscher Gewerkschaftsbund Region Südwestsachsen
Chemnitzer Friedenstag
Der Paritätische Sachsen
Jüdische Gemeinde Chemnitz
Kunstsammlungen Chemnitz
Caritas
Evangelische Jugend Chemnitz
Freie evangelische Gemeinde Chemnitz
Sächsischer Flüchtlingsrat
Brückenbauer Chemnitz e.V.
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Chemnitz
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Chemnitz und Umgebung e.V.
Diakonie Stadtmission Chemnitz
Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.

Mit dieser Kundgebung soll ein Zeichen aus Chemnitz gesandt werden:
– für Gewaltlosigkeit
– für Respekt
– für Problembewusstsein
– für Dialog
– für Demokratie
– für Recht
– für Barmherzigkeit
Erwartet werden u.a. der Generalintendant der städtischen Theater, Dr. Christoph Dittrich; der Landbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Dr. Carsten Rentzing; Vertreter der Römisch-katholischen Kirche Chemnitz, Propst Clemens Rehor; sowie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Es musizieren:
Tuya-Klangwerk
Ein Instrumentalquartett der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz
Geoffrey Goldberg (Klavier)
Kammerchor e.V. (angefragt)
Andreas Hermsdorf, Liedermacher
Chemnitzer Posaunenchöre

„Flüchtlinge als Brückenbauer“

Pflege BethanienVom 1. Juni bis 30. November 2018 läuft unser Programm „Flüchtlinge als Brückenbauer“, teilweise „gefördert durch den Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz“. Unser Mitarbeiter John, der nach einer Zeit der Ehrenamtlichkeit seit seiner Anerkennung noch bis Ende September eine Teilzeitstelle in der Brücke hat, hatte diese Idee, gemeinsam etwas zum Abbau der Reserviertheit und Abneigung gerade älterer Menschen gegen Flüchtlinge zu tun. Er schlug vor, mit Gruppen von Flüchtlingen auf Deutsche zuzugehen. „Alten Leuten im Heim Blumen zu schenken“ war seine Idee. Dafür suchen wir interessierte Heime / Gruppen. In der Wohnanlage Bernsdorfer Bad haben wir begonnen. (Allerdings haben wir da nichts verschenkt, sondern bekamen selbst Essen und wurden beschenkt 🙂 – danke an Evi und Marion.) Interessant dabei ist auch zu sehen, wie alte Menschen in Deutschland leben und Hilfe bekommen.

Am 30. August durften wir mit einer kleinen Gruppe das Altenheim Bethanien besichtigen. Da haben wir viel Freundlichkeit erlebt, keine Spur von Reserviertheit. Danke an Bruder Ulrich, den Pflegedienstleiter, der uns geführt hat. Wir hoffen zu einem längeren Besuch wiederzukommen.

 

Lobpreisgottesdienst Farsi-Deutsch

Die nächsten Termine sind der 29. September, der 13. Oktober  und der 24. November, jeweils ab 19 Uhr in der Erlöserkirche Chemnitz, Dresdner Str. / Ecke Klarastraße.

Vorankündigung: Vom 12. bis 13. Oktober hat das Gottesdienst-Team ein Seminar mit Mohsen Cornelsen aus Hurlach geplant. Dieses Seminar wird in der St. Michaeliskirche stattfinden.


Die erste Einladung einer neu gegründeteten Gruppe. Herzlich willkommen! Daniel und Anja Brosi sind dabei, die auch mit anderen den Dienstags-Glaubenskurs in der Brücke geleitet haben.

Geschichten von geflüchteten Menschen

Geschichten von geflüchteten Menschen:
Der Kunstschmied stellt ein Bild von Jesus her
Ich heiße Omid Azizi*. Ich wurde in Isfahan geboren. Dort habe ich Abitur gemacht. Nach dem Gymnasium arbeitete ich als Kunstschmied und als Holzbildhauer. Vor sieben Jahren starben mein Vater und zwei Jahre später meine Mutter.

Ich habe Koranverse auf Metallplatten geschrieben. Ich hatte zwölf Jahre lang eine Ladenwerkstatt im Zentrum von Isfahan.

Durch einen Freund lernte ich das Christentum kennen. Er hatte eine Bibel, die hat er mir gegeben. Ich habe sie gelesen. Ich konnte so Christus und das Wort Christi kennen lernen.

Ich habe dann als Künstler auch Christus dargestellt, das letzte Abendmahl, die Kreuzigung. Meine Nachbarn haben das gesehen, dass ich Bilder von Jesus Christus gemacht habe, und haben das der Polizei gemeldet. Die Polizei hat meinen Laden geschlossen und mich ins Gefängnis gebracht. Das war so schlimm. Ich habe dort gelitten, bis ich mit gefälschten Visa aus dem Gefängnis und dem Iran heraus geschmuggelt werden konnte.

Dann kam ich nach Chemnitz. Einer meiner Freunde stellte mir die Chemnitzer Brücke vor. Jeden Tag bin ich dorthin gegangen und habe Deutsch gelernt. Dann konnte ich meinen Glauben frei äußern, auch als Kunsthandwerker. Im August wurde ich in der Michaeliskirche getauft. Ich bedanke mich für alle Mühe und Hilfe.

Geschichten von geflüchteten Menschen:
Meine Frau hat der Polizei alles erzählt
Ich bin Emad* Ich wurde 1998 in Teheran geboren. Ich bin in einer streng religiösen Familie aufgewachsen. Ich sollte die Bräuche eines muslimischen Mannes ausführen. Ich war in einem Dekorationsgeschäft im Verkauf beschäftigt. Vorher hatte ich Abitur gemacht. 2008 habe ich geheiratet. Drei Jahre später wurde unser Kind geboren.

Im Iran lud mich einer meiner Freunde zum Christentum ein. Wir gingen mit ihm in die Hauskirche. Die meisten Treffen fanden sonntags und mittwochs statt. Meine Frau war sehr muslimisch eingestellt. Als mir das bewusst wurde, ging ich sehr aufgeregt in die Kirche. Ich habe immer mit ihr wegen der Religion gekämpft. Wir beschlossen, uns voneinander zu trennen.

Vor der Trennung hatte sie der Polizei alles erzählt. Sie sagte, dass ihr Mann seine Religion geändert habe. Sie sei nicht zufrieden, mit einem Ungläubigen zu leben. Ich wurde gezwungen, mit meinem Sohn heimlich unsere Heimat zu verlassen. Die iranische Polizei beschlag-nahmte mein gesamtes Eigentum.

Mit Hilfe von Jesus Christus gelang es uns, zuerst in die Türkei zu gelangen. Dann sind wir nach Deutschland gekommen. Dann sind wir nach Chemnitz gekommen. Und dann haben wir mit einem Freund aus dem Heim die Brücke kennen gelernt. Die Brücke hat mir und meinem Sohn bisher geholfen. Wir bedanken uns für alle Mühe. Möge Gott die Mitarbeiter dieses Ortes segnen.

Geschichten von geflüchteten Menschen:
Meinen Mann haben die Polizisten auf der Straße fest genommen
Meine Name ist Samira. Ich habe eine Familie mit zwei Kindern. Vor 9 Monaten sind wir hierher gezogen.

Zuerst waren wir in Köln und danach haben die uns nach Chemnitz transferiert. Ich und meine Kinder sind wegen meinem Mann hierher gezogen. Im Iran haben die Polizisten uns geärgert. Weil mein Mann bei der Demonstration gegen die Religion und politische Themen mitgemacht hat. Meinen Mann haben die Polizisten auf der Straße fest genommen, er musste ins Gefängnis und die Polizisten haben ihn geprügelt. Mein Mann, ich und meine Kinder hatten im Iran viel Stress und Probleme. Mein Mann durfte nicht mehr arbeiten und wir mussten aus Iran fliehen.

Mit Gottes Hilfe sind wir hergezogen. In Chemnitz wohnten wir einen Monat im Flüchtlingsheim. Unsere Freunde im Heim haben uns den Chemnitzer Brücke gezeigt. In der Brücke haben uns die Mitarbeiter sehr geholfen. Wir bedanken uns für alles. Wir hätten gern, dass die Chemnitzer Brücke noch mehr den Flüchtlingen helfen kann.

* Namen vorsichtshalber geändert. Die Betreffenden erzählen gern persönlich ihre Geschichte


Die Reihe der Geschichten wurde für das Erntedankfest 2018 in Ebersdorf begonnen.

Sie wird fortgesetzt.

Offene Kaffeepause

Seit fünf Jahren ist die Chemnitzer Brücke eine Anlaufstelle und Begegnungsstätte für Flüchtlinge an der Frankenberger Straße / Ecke Helmholtzstraße. Im Jubiläumsjahr der Stadt Chemnitz feiern wir „Gastfreundschaft und Nächstenliebe – damals wie heute aktuell“. Wir sagen „Danke“ an die Nachbarschaft für alle Hilfe und Freundlichkeit. Und wir wollen mehr Nachbarinnen und Nachbarn persönlich kennen lernen.

Dazu laden wir ab dem 14. August täglich ein zur Offenen Kaffeepause. Jeden Werktag üben Flüchtlinge in der Chemnitzer Brücke Deutsch, suchen Hilfe und Kontakte. Um 16 Uhr ist gemeinsame Pause mit Getränken und Gebäck. Im Jubiläumsjahr unserer Stadt Chemnitz laden wir ein, zu dieser Pause spontan dazu zu kommen. Setzen Sie sich mit an den Tisch, Sie lernen nette Leute kennen! Das Thema zum Jubiläum in Hilbersdorf ist „Liebe“. Das passt zu unserem Motto „Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Nächstenliebe“. Das ist damals an den Anfängen der Stadt mit dem Benediktinerkloster wie heute aktuell.

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Das Chemnitzer Stadtjubiläum hat zur Feier verschiedene regionale Bereiche, die unter bestimmten Begriffen stehen. Und Hilbersdorf gehört zum Bereich „Liebe“. Wie gemacht für die Brücke, die unter dem Motto „Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Nächstenliebe“ arbeitet! Wir haben uns also erfolgreich um eine kleine Förderung beworben, die es ermöglicht, mehr Geld für Essen auszugeben. Denn so können Flüchtlinge leichter Gastgeber sein.

Fremden mit Gastfreundschaft und Nächstenliebe zu begegnen, ist eine Grundhaltung, die den Orient und das christliche Abendland verbinden. Schon der  Anfang der Stadt mit dem Benediktinerkloster war so ein Ort der Gastfreundschaft.

Wir werden zum einen in die Brücke einladen, zum Beispiel zur Pause nach dem Frühjahrsputz. Und in den Interkulturellen Wochen. Da werden wir auch daran denken, dass die Brücke 2018 fünf Jahre alt wird.

Zum anderen beteilige wir uns an Veranstaltungen. Geplant ist das schon beim Festival „Liebe geht durch den Magen“. Dort und zu anderen Terminen wird von Mitgliedern der eritreischen Gemeinde unter anderem eine eritreische bzw. äthiopische Kaffeezeremonie durchgeführt. Auch iranisches Essen und Speisen anderer Nationen werden angeboten.

 

Sport und Begegnung

Die Junge Gemeinde Glösa hat unter Leitung des Gemeindepädagogen Matthias Tittel schon seit ca. drei Jahren ca. regelmäßig Begegnungstreffen mit den Gästen der Chemitzer Brücke durchgeführt. Da kamen Jugendliche der Kirchgemeinde und machten gemeinsame Aktionen mit Flüchtlingen, Kreativsein, Backen, Sport, alles, was ohne Sprachbarrieren möglich war.

Am Ende hat sich heraus kristalllisiert, dass das gemeinsame Sporttreiben und das gemeinsame Essen anschließend die Form ist, die beiden  Seiten am meisten Freude gemacht hat.

Daraus entstand der Wunsch von Seiten der Flüchtlinge, regelmäßiger Sport machen zu können.

Wir haben nach Möglichkeiten gesucht und sind bei Ev. Schulzentrum auf offene Türen gestoßen. Die Schule würde uns einem Sportlehrer als zeitweiliger Trainer vermitteln. Auch jemand aus der Methodistengemeinde Hilbersdorf unterstützt uns.

Jeden Montag von 17 Uhr bis 19.30 Uhr finden die Begegnungen statt. Zuerst wird gemeinsam Sport getrieben, etwa Volleyball oder Fußball, anschließend ist Zeit zu Begegnung, Gesprächen, gemeinsamen Essen in der Brücke. Wir wollen uns auch vernetzen mit Sportvereinen und bei regionalen Turnieren wie dem „Cup der guten Hoffnung“ o. ä. wieder mitmachen. – Für dies Projekt bekommen wir einen Zuschuss für die Hallenmiete und einige Sachkosten im Rahmen der Integrationsrichtlinie des Landes Sachsen durch die Stadt Chemnitz.